08. - 10.11.  -  Altherrentour

 

oder

 

"Indian summer" im Harz? Wird doch völlig überbewertet!  :-))

 

 

 

Das war meine Ankündigung der Tour auf dieser Homepage...

Wetterprognose Bad Sachsa
Wetterprognose Bad Sachsa

 

 

 

Jungs, die Wetterprognose ist so, wie wir es uns verdient haben:

 

!!    B E S T E N S    !!

Mann, Mann, Mann, wie man sich doch reinlegen lassen kann von den Wetterprognosen!

 

Irgendwie stand die diesjährige Altherrentour nicht unter einem günstigen Stern. Noch bevor wir starten konnten, fielen Günther mit familiären Sorgen und Peter mit einer bösen Entzündung aus. Blieben mit Gerhard, Günni, Claus und mir nur noch vier alte Herren für den Tripp in den Harz.

 

08.10.2013

Vor dem Start
Vor dem Start

 

Dieser Tripp startete aber gut und fröhlich. Am Dienstag trudelten die Kameraden bei gutem Wetter gut gelaunt bei mir ein. Allerdings war es recht frisch und so gab es den Begrüßungssnack nicht wie im Vorjahr auf der Terrasse sondern im Wohnzimmer - was der guten Laune keinen Abbruch tat und unserem Hund Lilly die Chance auf ein paar Extrastreicheleien einräumte.

Anreiseroute
Anreiseroute

 

 

Wir starteten gegen 10:00 Uhr zur ca. 270 km langen Anreise. Als Reiseroute hatte ich bewusst eine einfach zu fahrende Route - eben "altherrengerecht" - ausgewählt, was mir prompt den berechtigten Anranzer einbrachte: "B 4 ist aber ziemlich langweilig, wie Autobahn." Na ja, verstärkt wurde dieses "ziemlich langweilig"-Gefühl wohl auch durch die Tatsache, dass wir am Kabel zogen, als wollten wir für den Blitzermarathon vorüben - alte Herren halt  :-))

Landgasthaus "Zum Pilz"
Landgasthaus "Zum Pilz"

 

 

 

Nach einem Kurzstopp hinter Lüneburg, einer ausgiebigen Rast bei Gifhorn und einem weiteren Kurzhalt hinter Torfhaus erreichten wir unser Hotel in Bad Sachsa gegen 16:00 Uhr.

4. Maschine passt noch rein
4. Maschine passt noch rein

Schnell waren die Moppeds in der großzügigen Garage abgestellt und die Zimmerschlüssel ausgeteilt. Doch was war das? Trotz gut geeignetem Wintergarten verschwanden "meine Jungs" ganz stikum im Fahrstuhl - Quartier machen, aufhübschen. Und was war mit dem Bierchen auf die Schutzengel und auf die Gesundheit unserer Kameraden?... nüscht! Ein grober Verfall der "STOC Nord"-Sitten! Erschütternd! Gut, dass der Peter das nicht miterleben musste! Na ja, ich gebe ja zu: Nachdem alle wieder aufgebretzelt waren, entstand doch noch ein schöner Plauderabend... genauso, wie es sich gehört. Daran konnte auch die eher zwiespältigen Eindruck erzeugende Halbpension des Hauses nix ändern.

 

09.10.2013

Blick auf die Rappbode-Talsperre
Blick auf die Rappbode-Talsperre

Eher für schlechte Laune geeignet war das Wetter am nächsten Morgen. Grau in grau und Nieselregen. Trotzdem blieben wir optimistisch und starteten gegen 1000 Uhr in den regnerischen Tag. Und unser Optimismus wurde belohnt. Schon bei der ersten Rast an der Rappbodetalsperre hielten wir im Trockenen bei fast schon freundlichem Wetter. Da wir alle schon an diesem Platz gerastet hatten und doch die Langstrecke von ca. 200 m bis zum Aussichtspunkt zu überwinden war, schickten wir mit Gerhard unseren Jüngsten los, um die nötigen touristischen Beweisfotos zu machen. Ein Auftrag, den er wie immer zur besten Zufriedenheit erledigte  ;-))  Wir anderen nutzten die Zeit, um mit einer netten Berliner Bikerin zu flirten... dabei konnte es Günni nun gar nicht unterlassen, das gesamte Gewicht seiner Gold Wing in die Waagschale zu werfen - also keine Chance für uns anderen. Und was hat´s ihm genützt? Nix!... Die Dame rauschte nach kurzem Plausch vom Parkplatz. Und wir kurze Zeit später auch - Richtung Quedlinburg.

Noch darf er hinein
Noch darf er hinein

Seit meinem letzten Besuch in diesem Städtchen - vor ca. 6 Jahren - hat sich Quedlinburg im Altstadtbereich prima entwickelt. Das hatte aber auch zur Folge, dass: 1. auch mit Motorrädern nicht hinein gefahren werden kann und 2. der schöne Marktplatz gerade umgestaltet wird... Großbaustelle, Lärm, Außengastronomie nur etwas für Masochisten. Also bummelten wir bei schönem Sonnenschein ein paar Schritte weiter, bestaunten und fotografierten dies und das und gönnten uns eine leckere Bratwurst im Stehen. Claus nutzte die Chance, die nahe Kirche von innen zu besichtigen und - wie sich kurze Zeit später herausstellte - dort auch seinen Motorradschlüssel zu hinterlegen  :-))

Idylle in Stiege
Idylle in Stiege

Nach etwa 1 1/2 Stunden waren wir wieder bei den Moppeds, um unsere Tour in den erhofften "indian summer" fortzusetzen... zunächst aber ohne Claus... der musste zur Kirche zurück und seinen Fahrzeugschlüssel suchen (hat ihn auch gefunden). Wir anderen fuhren schon langsam voraus über schöne kleine Straßen zum Haus am See in Stiege, dem Platz für unsere Nachmittagsrast. Wenige Minuten später rauschte Claus heran und wir waren wieder komplett. Nach kurzer Diskussion wurde beschlossen, ein paar "Zusatzkilometer" einzuschieben und damit das tolle Wetter und die schöne Gegend zu genießen.

 

 

Kurz vor Bad Sachsa kündigte sich dann am Himmel ein rascher Wetterumschwung an. Nein, nein... wir kamen noch trocken und fertig betankt für den nächsten Tag an. Dann ging es aber los... mieses, kaltes Regenwetter vom Feinsten. Nach dem Abendessen wurden also die Smartphones nach der Prognose Donnerstag/Freitag für den Bereich des Harzes befragt. Ergebnis: Regenwahrscheinlichkeit im 100 %-Bereich, Temperaturen einstellig! Mist! Der Norden Deutschlands zeigte sich aber um einiges freundlicher. Als ich nach einiger Diskussion einbrachte, wir könnten ja auch vorzeitig zurück fahren, schien es mir, als seien gerade drei Steine von drei Herzen gefallen  :-))  Schnell war mit dem Hotel der Reiseabbruch besprochen, nicht ohne uns gegenseitig zu versichern: Wir entscheiden aber erst nach dem Frühstück! Ja, nee, is klar  ;-))

 

 

 

10.10.2013

Kalter Regen und böiger Wind aus grauem Himmel! Ok. Wir beschlossen, um 1000 Uhr an den Maschinen zu sein und um 1015 Uhr zu starten. Als ich um 0945 Uhr die Garage betrat, hatten meine Mitstrategen bereits das Regenzeug an und die Helme auf... jetzt war offensichtlich Stalldrang angesagt.

Der Havarist
Der Havarist

Durch das üble Wetter hindurch ging es jedoch zunächst mehr als schleppend Richtung B 4 und Bad Harzburg. Auf den Höhen 1 bis 2° C, Windböen, kräftiger Regen. Plötzlich fehlten hinter Claus und mir der Gerhard und Günni. Hm? Nach einer Zigaretten-länge beschloss ich, zurück zu fahren. Kaum gedreht, rollte Günni heran. "Gerhard ist stehen geblieben. Er vermutet einen Motorschaden und hat bereits den ADAC alarmiert", war seine Botschaft. Auweia, nach Freudenstadt schon wieder Stress mit der BMW... der arme Gerhard... bei diesem Wetter. Wir also zurück, um ihm Trost zu spenden. Das Motorrad stand an einer äußerst ungünstigen Stelle und da Gerhard uns versicherte, ihm sei Abtransport in spätestens 30 Minuten zugesagt, ließen wir den armen Kerl dann bald alleine zurück. Gott sei Dank klappte es diesmal zu Gerhard´s Zufriedenheit mit den gelben Helfern, so dass er in etwa zeitgleich mit uns anderen zu Hause eintraf.

Reiseendpunkt Amelinghausen
Reiseendpunkt Amelinghausen

Wir anderen hielten auf einen Kaffee in Schladen und während dieser Pause hörte der Regen auf. Hinter Braunschweig gingen wir daher auf kleine Straßen, die zunehmend trocken wurden und zelebrierten unseren Tourabschluss zu dritt in Amelinghausen im sehr empfehlenswerten Seestübchen bei Kaffee und sehr leckerem Kuchen. Etwa eine Stunde nach dem ShakeHands waren wir alle wieder in unseren Carports.

"Altherrentour 2013"... in der Rückschau eine Tour unter einem weniger günstigen Stern. Aber: Wir sind heil wieder zu Hause, hatten anregende und angeregte Gespräche, haben manches Gesehen und mal ehrlich - "indian summer" wird doch völlig überbewertet  ;-))  und irgendetwas ist ja immer...

 

 

 

In diesem Sinne, mit den herzlichsten Grüßen

 

Euer

 

Achim

 

 

 

PS:

Wie richtig unsere Entscheidung zum Reiseabbruch war, hat gerade Gaby bestätigt. Sie ist jetzt (11.10.2013) auf dem Weg nach Süden und wurde wegen Blockaden auf der A 7 über die B 4 durch den Harz umgeleitet. Starkregen, eisiger Sturm und weiß bedeckte Höhenzüge berichtet sie.

 

 

 

Bilder

(von Gerhard, Günni und Achim)

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