06. - 09.10  -  Altherrentour 3.0

 

oder

 

Die elder Gents des STOC Nord in Lippoldshausen

 

 

Prolog:

 

Peter sagt: "Wir können nicht verhindern, dass wir älter werden. Aber wir können verhindern, dass wir uns dabei langweilen!"

Achim sagt: "Richtig! Schließlich lebst Du nur einmal. Aber wenn Du das richtig machst, ist einmal auch genug!"

 

Also machten sich mit Peter, Günni, Günther, Claus, Jürgen, Manni, Udo, Wolfgang und mir neun Elder Gents des STOC Nord unter dem Motto "Bloß keine Langeweile!" auf in das Weserbergland, um in Lippoldshausen bei Hannoversch-Münden für drei Nächte im Landgasthaus "Zur Brücke" Quartier zu nehmen.

Die Teilnehmerzahl von neun Elder Gents veränderte den "familiär-kameradschaftlichen Charakter" der vorangegangen Jahre ein wenig in Richtung allgemeines "STOC Nord"-Event. Folgerichtig fand der Start nicht in meinem heimischen Wohnzimmer oder auf meiner Terrasse statt, sondern wurde auf Vorschlag von Claus an eine Tanke in Salzhausen verlegt. Auch wenn ich anfangs nur widerwillig zustimmte, war dieser Startpunkt richtig gewählt.

 

06.10.2014

Anreiseroute
Anreiseroute

Anders als im Vorfeld befürchtet, schafften es alle Teilnehmer rechtzeitig zum Startpunkt und gegen 1030 Uhr rollte der Tross in einen freundlichen Tag hinein. Günni hatte den Auftrag übernommen, die An-/Abreiserouten zu erarbeiten und sich dabei eines schlauen Tricks bedient: Er übernahm für die Anreise einen Routenvorschlag von Claus... und hatte damit eine glückliche Hand. Mit mir als Tourguide ging es durch abwechslungsreiche Landschaften und in einer lockeren Folge über kleine aber abschnittsweise auch flotte Straßen Richtung Süden. Die gesamte Strecke glänzte mit dem Prädikat "sehr verkehrsarm". Dabei waren wir so gut unterwegs, dass wir manche als "Einkehrrast" geplante Stelle nur für eine kurze "Popopause" nutzten.Alle Zeichen standen also auf "frühes Schutzengelbier" am Zielort, bis... tja, bis uns eine Baustellensperre zur Umleitung zwang und unsere Navis unisono nicht die erwarteten Umleitungsmöglichkeiten eröffneten. Das meine "hängte" sich sogar völlig auf und quittierte vorübergehend den Dienst. Meine (nicht bewiesene) Vermutung: Der auf BaseCamp beruhende Datensatz kann dazu führen, dass sich die Navis aus dem MapSource-Zeitalter beim Umleitungsrouten fehlerhaft verhalten. Nun gut, nach mehrfachen Anläufen und einer Zeitverzögerung von ca. 45 Minuten landeten wir bei immer noch gutem Wetter und ebensolcher Laune im Ziel, das heißt: im Biergarten  :-))

Noch beim Schutzengelbierchen durchschmökerten wir die Speisekarte und verabredeten uns für 20:00 Uhr zum Abendessen, dass übrigens sehr reichlich und obendrein auch schmackhaft ausfiel. Kleiner Abstecher: Das Landgasthaus "Zur Brücke" ist für die Herrenrunde ganz sicher eine Empfehlung. Moppedgarage, saubere Zimmer, Essen im wahrsten Sinne des Wortes "gut bürgerlich" bei sehr akzeptablem Preis-Leistungsverhältnis. Daher befindet sich das Haus auch auf unserer "Empfehlungsliste". Den Haarfön oder Waschlotionen u. ä. sucht der Reisende jedoch vergeblich.

Nach dem Essen: Erzählerchen und Bierchen
Nach dem Essen: Erzählerchen und Bierchen

Der Abend verging dann rasch mit Futtern, Quatschen, Frozzeln, bisken Angeben usw. Erstaunlich, was Mann sich so alles zu erzählen weiß... Auch ein neuer Dienstposten wurde geschaffen. Der Posten des Axxch...  :-))  ... hat sich aber nicht wirklich bewährt und wurde bald wieder - und für immer - abgeschafft mit der Erkenntnis: Braucht kein Mensch... und gut so! Und für ´nen Mobbingbeauftragten hätten wir sowieso kein geeignetes Personal.

Startklar machen
Startklar machen

Schon am Vorabend war die Wetterprognose eindeutig: Wird kein schöner Wettertag. Also hatten wir ein spätes Frühstück vereinbart und stiegen erst - wenn ich mich recht erinnere - gegen 10:00 Uhr auf die Moppeds, um auf einer von Claus erarbeiteten und geführten 270-km-Tour Richtung "Externsteine" aufzubrechen. Ständig begleiteten uns Schauer und Nieselregen und dann erwischte es uns auch noch, dass die Route in einen nicht alsphaltierten, recht schmierigen, Waldweg führte, in dessen Verlauf Tourguide Claus entschied: Schluss hier, wenden, kleine Pause und dann Umleitung fahren. Ganz so schnell wie hier getippert wollte das allerdings vor Ort nicht gelingen. Kostete schon etwas Zeit und Mühe die neun Maschinen zu wenden. Günni nutzte die Gunst der Stunde um sich abzumelden und nach Uslar zum dortigen GoldWing-Händler zu brummen, um Reparaturmaßnahmen zu besprechen. Mir war so, als hätte ich vom GoldWing-Sitz so etwas ähnliches wie: "So´n Schxxx, immer der Claus mit seinen Off-Road-Einlagen..." gehört. Lieber Günni, über Off-Road-Einlagen wird hier noch zu berichten sein... lies nur weiter.

Unterschlupf in Höxter
Unterschlupf in Höxter

Wir anderen strebten nach kurzer Pause der befestigten Landstraße entgegen und rollten weiter auf der Route bis in das Städtchen Höxter. Hier bugsierte uns Claus unter das Vordach einer Eisdiele. Und damit hatte er eine glückliche Hand. Denn nach wenigen Minuten begann es derart zu schütten, dass es auf den Moppeds garantiert unschön geworden wäre. Und dieser Guss hielt einige Zeit an. Intensives Studium der WetterApps unserer Smartphones zeigte zwar "deutliche Wetterbesserung ab 14:00 Uhr" an, doch hatte sich inzwischen Pessimismus breit gemacht und wir nutzten den abklingenden Regen, um auf schnellen Straßen zurück zum Hotel zu routen... und das war ein Fehler, weil a) es noch richtig sonnig wurde und b) das Hotel auf unseren frühen Einkehrschwung nicht vorbereitet war, sodass Schutzengelbierchen erst ab 17:30 Uhr erreichbar waren. Naja, irgendetwas ist ja immer...

Der Abend begann um 19:00 Uhr mit dem Abendessen und verging dann rasch mit Quatschen, Frozzeln, bisken Angeben usw. Erstaunlich, was Mann sich so alles zu erzählen weiß... Upps... genau das habe ich doch zum vorherigen Abend geschrieben?! Ist allerdings auch kein Wunder: Herrscht gute Laune, verlaufen alle Abende gleich. Nur die Inhalte der Gespräche ändern sich. Aber da gilt: Was im Weserbergland gesprochen wurde, bleibt auch im Weserbergland! Gelle Jungs?!...  ;-))

 

08.10.2014

Über die Wasserkuppe
Über die Wasserkuppe

 

 

 

 

Für diesen Tag hatten wir uns die Tour "Wasserkuppe" vorgenommen und die war so konzipiert, dass sie jederzeit durch einen kurzen "Querpass" einkürzbar war. Und da das Wetterradar einen eher guten Vormittag und einen regnerischen Nachmittag versprach, hatte ich als Tourguide zu einem frühzeitigen Tourstart gedrängt.

Teammeeting während der Tour
Teammeeting während der Tour

Das klappte dann bis zur Mittagsrast auf ausgesprochen schönen Streckenabschnitten auch ausgezeichnet. Dann kam, was angekündigt war: kräftiger Niederschlag. Nach ein bisschen unentschlossenem Diskutieren, führte Roadmaster Günni die Kohorte Amrum über schnelle Straßen zurück zum Hotel. Wir anderen kniffen die A...backen zusammen und blieben auf der Route, was trotz des usseligen Wetters eine gute Entscheidung war. Die Route ist wirklich empfehlenswert, macht selbst bei Regen Laune und findet daher auch Eingang in unserem Routenarchiv.

 

Der Rest des Tages ist rasch getippert: Schutzengelbierchen, aufhübschen, lecker und reichlich Futter fassen, Quatschen... und so weiter und so fort...

 

09.10.2014

 

Auch das Heimreisewetter war nach der Prognose nicht so prall, sodass einige von uns bereits beim Start in die Regenjacken schlüpften... was sich im Nachhinein als unnötig erwies. So weit, so gut...

Rückfahrtroute
Rückfahrtroute

Erwartungsgemäß entschied sich unsere Kohorte Amrum für den schnellen Heimwärts-Autobahn-Stint, um zuverlässig die Fähre zu erwischen. Nur unserem Roadmaster Günni hätten wir nicht die Absolution erteilen dürfen, sich mit den Amrumern vom Acker zu machen! Ihr wollt wissen warum? Tja, Heimroutenplaner Günni erwies sich als "Master of Desaster"  :-))  Schlappe 700 m hinter dem Startpunkt verlor die Fahrbahn ihre asphaltierte Oberfläche, führte flugs in einen Wald und präsentierte sich schon nach wenigen Metern dergestalt, dass ein Wenden wegen der schmalen Spur, dem modderigen Boden und der tiefen Rillen nicht mehr möglich war! Also: Augen auf und durch...!!! Diese 1.200 m machten uns allen "warm ums Herz"! Und in mir spukt ein kleiner Teufel, der zu gern den Günni in diesem Schlamassel erlebt hätte... und kein Claus, auf den man schimpfen kann...  :-))

Am Steinhuder Meer
Am Steinhuder Meer

Na, wir sind ja alle heil durchgekommen und schnürten dann auf einer wirklich schönen Route in einen immer freundlicher werdenden Tag... zumindest bis zum Steinhuder Meer, wo wir bei Fischbrötchen oder Bratwurst die Mittagsrast zelebrierten. Vom anschließenden Gang zum Eiscafé berichte ich an dieser Stelle nicht. Was aber bemerkenswert ist: Unseren Routenplaner hatte offensichtlich ab Steinhuder Meer die Planungslust verlassen... Das war dann schon eher was für eine Tempomat-Truppe.

Ausklang im Bauernhofcafé
Ausklang im Bauernhofcafé

Etwa 30 km vor Bispingen dirigierte uns Claus in ein Bauernhofcafé, dessen Namen ich leider vergessen habe. Dort war "Draußensitzwetter", die Kuchenstücke groß und schmackhaft, der Kaffee ok und der Wirt recht drollig. Also ein guter Zeitpunkt, um sich Adieu zu sagen. Von hier strebte nun jeder für sich der Wohnung entgegen. Dabei ergaben sich jedoch noch einige Kilometer in gleicher Richtung. Und da meine Kameraden Claus, Wolfgang und Günther mit ordentlich Dampf vom Hof zischten, schaute ich mir in angemessenem Abstand an, was die Drei so anstellten. Gut, wenn ich bis 150/160 km/h aufzog, konnte ich sie immer als kleine Punkte vor mir sehen... Jungs! Nicht übertreiben! Na ja, gilt wohl auch für mich...

Inzwischen wissen wir, dass alle gut zu Hause eingetrudelt sind - schön!

 

"Altherrentour 3.0"... in meiner persönlichen Rückschau bleibt:

  • Die Vergrößerung der Reisegruppe hat dem Event zwar etwas das "Familiäre" genommen, der Zugewinn an lustigen, markanten und leutseligen Charakteren hat uns allen aber viel Spaß gebracht.
  • Ähnlich vielfältig wie die Charaktere, sind auch die Vorlieben, das Mopped zu bewegen. Warum nicht auch einmal in "Neigungsgruppen" touren, damit sich jeder "ausleben" kann?
  • Die diesjährige Zielgegend hat mir sehr gut gefallen. Was haltet Ihr von Wiederholung, etwas nördlicher vielleicht, Raum Beverungen? Und dafür hätte Wolfgang schon Vorschläge auf der Festplatte!
  • Das nun zum 3. Mal hintereinander unstete Wetter ließ mich über eine Terminverlegung in den Juni/Juli nachdenken. Aber Ihr habt Recht: Auch dann ist das Wetter nicht sicher... und irgendwie gehört die Fahrt der Elder Gents in den Herbst...

Ob es aber eine "Altherrentour 4.0" geben soll, dass müsst Ihr mir in nächster Zeit signalisieren.

 

Euer Webmaster freut sich darauf,

 herzlichst,

 Euer

Achim

 

Bilder von Claus, Günni, Wolfgang, Udo, Jürgen und Achim - besten Dank!

 

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