Saisonstart beim STOC Nord

 

oder

 

STOC Nord goes Tangermünde

 

 

18. - 19.04.

Thomas weist ein
Thomas weist ein

 

 

Wieder einmal hat unser Thomas W. die Idee zum Reiseziel gesetzt, wieder einmal hat er das Hotel ausgewählt und die Route erarbeitet, wieder einmal hat er einen Startpunkt im Hamburg gewählt und wieder einmal war ich überrascht, wie schnell man von manchen Plätzen Hamburgs hinaus in wunderschöne grüne Elbuferlandschaft gelangen kann.

Wir fahren nach Tangermünde hieß die Devise, woraufhin ich eifrig die Ostseeküste nach diesem Ort absuchte. MapSource brachte dann Klarheit. Nix mit Küste. Tangermünde liegt an der Elbe, gut 200 km südlich der Ostseeküste in Sachsen-Anhalt. Und da sollte es nun hingehen.

Der Triumph wird das Werkzeug gezeigt  :-)
Der Triumph wird das Werkzeug gezeigt :-)

Immer in Elbnähe dirigierte Thomas die 15 Motorräder unserer Reisegruppe zu einer ersten Rast bei Geesthacht und danach zur Mittagsstärkung in das Café/Restaurant an der Elbfähre Neu Darchau. Trotz des sensationell blauen Himmels, war es noch zu kühl, um draußen zu sitzen. Also rein in die gute Stube und positive Überraschung: Die Bewirtung klappte gut und mir schien: Allen hat es gut geschmeckt. Nur der Triumph von Andreas schien die kühle Pause nicht zu schmecken: Nachdem sie auf der Anfahrt schon zwei Glühlampen verschmurgelt hatte, weigerte sie sich nun, wieder anzuspringen. Aber nicht mit uns, Frollein! Nachdem Andreas ein paar Worte sprach, die wie "Ich kauf´ mir was Anderes" klangen, ich dem Frollein mein Bordwerk-zeug zeigte und der Thomas die Idee hatte "Nimm´ doch mal den anderen Zünd-schlüssel", gab das Frollein klein bei und die Tour konnte weiter gehen. Alle waren erleichtert und der Gerhard erschien mir regelrecht froh. "Ich war´s diemal nicht!", sagte sein stolzer Gesichtsausdruck...  :-)))

Coffeetime!!
Coffeetime!!

 

 

Also fröhlich weiter und nach einem weiteren Zwischenstopp landeten wir im Café Kavaliershaus Krumke. Obwohl die Mittagsrast noch nicht soooo weit hinter uns lag, konnte mancher den lockenden Torten nicht widerstehen.

Parken im Garten
Parken im Garten

Vor lauter feinen Rasten war der Tag inzwischen fortgeschritten und Thomas musste zum Aufbruch mahnen, hatte er doch für 19:00 Uhr die Tische zum Abendessen reserviert. Also flugs los, das "Abendtanken" ausgelassen und sich einer letzten Hürde vor dem Beziehen der Quartiere im "Hotel Exempel Schlafstuben" gestellt. Die - zugegeben kleine - Hürde hieß Mopped parken. Und zwar im Garten des Hauses auf unbefestigter Wiese. Und manchen unter uns stand bereits jetzt das Fragezeichen im Gesicht "Wie komme ich Morgen da bloß wieder raus?". Apropos "Exempel Schlaf-stuben". Da haben die Inhaber des in der schön restaurierten Altstadt von Tangermünde liegenden Hotels eine wirklich originelle Idee ausgebrütet. Jedes Zimmer des Hauses hat einen individuellen Namen, z. B. "Kemenate der Jungfer Emerentia Lorenz" oder "Stall der Kuh welche ihren Schwanz in Bier badete" oder oder oder... Und die Inneneinrichtung folgt dann der Bezeichnung des Raumes. Wirklich originell und erlebenswert, wenn auch - meiner Meinung nach - in manchem Detail mit einem Schuss zuviel Ostalgie...

nostalgisches Abendessen
nostalgisches Abendessen

Wie auch immer: Dank Thomas´ motivierender Organisation bewältigten wir Parken, Check in, aufbretzeln und Fußmarsch in das urige Speiselokal "Zecherei St. Nikolai" noch einigermaßen zeitgerecht. Und in diesem Lokal setzt sich die Handschrift, die wir schon in den "Exempel Schlafstuben" vorfanden, nahtlos fort (beide Häuser haben dieselben Besitzer). Es gab leckere Getränke, ebenso leckeres Essen aus einer erfreulich übersicht-lichen Speisekarte und einen mit flotten Sprüchen gesegneten Service. Und da man uns einen separaten Raum verfügbar gemacht hatte, stand unserer abendlichen Lieblingsbeschäftigung, dem Quatschen, absolut nix im Wege. Ein gelungener Ausklang unseres ersten Tourtages, dem - soweit ich es registrieren konnte - für alle eine gute und erholsame Nacht folgte.

Ausparken mit vereinten Kräften  :-)
Ausparken mit vereinten Kräften :-)

Tag zwei startete wie nicht anders zu erwarten, mit einem sehr ordentlichen Frühstück. Und das brauchten wir auch! Ihr erinnert Euch: Die Moppeds mussten wieder runter von der Wiese... und das erwies sich in der Tat für alle als kräftezehrende Aktion. Für alle? Nein, nicht für alle. Thomas B. war aufgefallen, dass man mit etwas Geschick und Selbstvertrauen über eine Wiesenrunde und durch ein schmales Tor auch mittels Motorkraft vorwärts wieder festen Boden erlangen konnte. Heidrun macht es mit Ihrer GS vor und ich gleich hinterher... fröhlich grinsend und dem Thomas dankend...

Zwangsstopp
Zwangsstopp

Dann hieß es erst einmal, Silke & Günni zu verabschieden, die waren nämlich wegen Günnis kranker Hand mit dem Auto ange-reist. Und Susann & Matten und Andreas scherten aus, denn sie hatten noch einen Erkundungsauftrag des MC Kollmar zu absol-vieren - was sich später als böser Fehler erwies. Und wir übrigen hatten den gestern ausgelassenen Tankstopp nachzu-holen, um dann anschließend die ca. 300 km der Rückreise unter die Räder zu nehmen. Nach einigen Kilometern gab es einen Zwangsstopp. Frauke & Claus fehlten plötzlich. Dem Claus war irgendetwas an den Helm geknallt und das Visier flog weg. Claus musste also "Blitzstoppen", bevor nachfolgender Verkehr sein ansonsten intaktes Visier zermanschte. Hat geklappt, zur ersten Rast waren alle wieder beisammen.

Völlen in Vielanker
Völlen in Vielanker

Tja, dann war bald schon wieder Mittagszeit. Wie es so seine tüftelerische und akribische Art ist, hat der Thomas wieder eine richtig klasse Pausenstation ausgebuddelt. Das "Vielanker Brauhaus" ist wirklich eine Pause wert! Lecker, freundlich, rundum prima. Allerdings hat der Thomas den Wermutstropfen an der Sache selbst entdeckt: Wie kann man nur bei einer 0,0 Promille-Fahrt in ein Brauhaus einkehren...   :-))

Zarrentin: Es verläuft sich...
Zarrentin: Es verläuft sich...

Der nächste Stopp war dann schon in Zarrentin am Schaalsee. Und hier gab es zwei nicht so schöne Dinge. Erstens erfuhren wir, dass das Frollein Triumph von Andreas wieder zickte und da ihm mein drohendes Werkzeug und Thomas´ heilende Ideen fehlten, wartete er nun auf den ADAC... Zweitens begann sich die Reisegruppe hier vorzeitig aufzulösen... eine Sache, die mir für jeden Tourguide leid tut. Mancher wollte ´ne verkürzte Heim-reise, auch schwächelnde Kondition gab es und Gaby & ich schnappten uns die "Insulaner" für einen schnellen Stint nach Trittau, weil da eine lockende Sitzbank in meinem Kofferraum wartete... Ist aber eine Geschichte für sich. An Gerhards gewohnt üppigem und schönen Bilderreigen kann ich aber erkennen, das mindestens 6 Motorräder mit Nicole & Thomas den geplanten Zielpunkt erreichten... bei dem es aber keinen Kuchen mehr gab... aber irgendetwas ist ja immer   :-))

Mein Fazit der Saisoneröffnung:

  1. Was machen wir eigentlich, wenn der Thomas W. mal streiken sollte? Aua, aua, ich mag gar nicht darüber nachdenken. Also: Einen dicken Dank an Dich für Deine wieder tolle Idee, Deine detailreiche Planung und routinierte Tourguiderei!
  2. Wir sind bei granaten-Wetter durch eine schöne Landschaft gecruist, die zugegebenermaßen fahrerisch keine allzu hohen Anforderungen stellt aber für ein ruhiges Aufwachen nach dem Winterschlaf sehr gut geeignet ist. Und wir haben ein Ziel besucht, dass wiederholt zur Ansage führte "Hier will ich noch einmal hin!".

 

 

Also wieder einmal eine rundum gelungene Tour des STOC Nord,

meint Euer Webmaster

Achim

 

 

Bilder von Heidrun, Hase M, Martin, Achim und - wie fast immer - von Hoffotograf Gerhard

Apropos... "Eine rundum gelungene Tour"?

Unser Andreas R. hat da so eine etwas differenziertere Sicht auf den 2. Tag.

 

 

 

Überschrift: Pleite - Bangen - Harren - Happy End!

 

 

 

Er schreibt uns:

 

 

 

Hallo Freunde,

 

hatte ja noch gar nicht von meiner Rückfahrt aus Tangermünde berichtet, bin nur so 90 Km weit gekommen, dann ist mein Moped ausgegangen, nein, nicht einfach so...

 

Zunächst begann meine ABS-Kontrollleuchte zu leuchten, so ca. 8 km später ist das rechte Instrument ausgefallen und das Steuergerät reagierte nicht mehr beim Gas geben und dann hat der Motor mit Fehlzündungen den Dienst quittiert. Konnten noch in Etingen auf die Bushaltestelle rollen.

 

Das Ganze passierte so gegen 12.15 Uhr. Habe dann beim ADAC angerufen, die haben einen Techniker losgeschickt, der dann auch nach 1,45 h eingetroffen ist. Er konnte aber nur meine Vermutung bestätigen, dass entweder die Lichtmaschine oder der Regler defekt ist. Er hat dann mit der ADAC-Zentrale telefoniert, um zu erfragen, wie es jetzt weitergeht. [Habe ich diesen Teil der Geschichte nicht auch schon in anderem Zusammenhang gelesen... oder, Gerhard?]

 

Es wurden mir zwei Möglichkeiten angeboten: Entweder mein Moped per Sammeltransport innerhalb der nächsten 14 Tage nach Hause zu bringen, plus Gestellung eines Leihwagens oder aber per Pick-up zusammen mit dem Moped nach Hause fahren. Ich habe mich für die zweite Lösung entschieden, da ich am 10.05. ja nach Schweden will und ich das Moped auch noch reparieren muss. 

 

Man teilte mir noch mit, dass ich aber mit einer Wartezeit von ca. 2 h rechnen müsse, war ja kein Problem, da das Wetter gut war und ich mich an der Bushaltestelle in die Sonne setzen konnte. Susann & Matten sind nachdem alles geklärt war, zum Landgasthaus Allertal weitergefahren. Ich habe dann in der Sonne auf den Transport nach Hause gewartet. Nach mehr als 3 h wurde ich doch etwas unruhig, war dann aber glücklich, als der Abschleppwagen nach 3,5 h bei eintraf. Die Fahrt hat dann noch mal ca. 4 h gedauert, sodass ich gegen 22.00 Uhr zu Hause war. Jetzt nur noch abladen, aus den Klamotten raus, aufs Sofa und dann erstmal ein Bier! [Sehr gut, Andreas! Richtige Tätigkeiten, richtige Reihenfolge!  ;-))   Aber: Oha! Das hat sich ja mächtig gezogen!...]

 

Habe dann am Montag mit meiner Werkstatt zur Terminabstimmung telefoniert. Ergebnis: Frühester Termin am 18.05 ! [20.04. - 18.05.? Unglaublich!!!]

 

Da wollte ich schon aus Schweden zurückkommen, geht also nicht. Habe dann abgesprochen, dass sie mir erst einmal den Regler per Post zuschicken, damit ich ihn selber austauschen kann. Habe am Montag noch mal alles mit dem alten Regler durchgemessen. Dabei sind mir wieder beide Scheinwerferleuchten durchgebrannt ! 

 

Der Ladestrom, den der Regler an die Batterie durchgeleitet hat, betrug 19 V, das macht kein 12 V Leuchtmittel mit ! Wurde in der Garage nur kurz sehr sehr hell und dann schlagartig dunkel und das Moped war aus. [deshalb enthält dieser Bericht auch keine Reparaturbilder - das Licht war zu ungünstig für Fotos...  ;-)) ] Hauptrelais hat zum Schutz der weiteren Elektrik abgeschaltet. Also doch der Regler ! So eine Spannungsspitze muss auf der Fahrt nach Tangermünde auch mein Moped lahmgelegt haben.

 

Jetzt erst mal auf den neuen Regler warten, bin aber letzte Woche von Mittwoch bis Freitag auf Dienstreise gewesen. Paket bei Matten auf der Arbeit anliefern lassen, der hat es mir dann nach Hause gebracht. Hab´ dann am Wochenende alles getauscht, bin dann aber aufgrund des Wetters erst am Mittwoch wieder kurz mit dem Moped gefahren, ging ohne Probleme.

 

Habe Heute den defekten Regler in der Werkstatt abgeben, bin über 200 Km mit der Sprint gefahren und ja, es funktioniert wieder alles wie es soll. Ladestrom im Leerlauf = 14,4 V, bei 4000U/min = 14,8 V - alles super.

 

Hatte bei der Fahrt, durch den Elbtunnel, Richtung Werkstatt aber trotzdem ein ungutes Gefühl: Ist genau die Strecke, die ich mit einer geladenen Batterie schaffe, bevor ich liegen bleibe - kenne ich, hatte ich schon einmal.

 

Bin jetzt aber wieder guter Dinge, werde mir kein neues Moped kaufen sondern mit der Sprint ernsthaft die 200.000 Km Marke angreifen. [Hm? Da traut sich unser Andreas was! Andreas, hast´e schon die ADAC-Goldkarte?  ;-)) ]

 

Gruß

Andreas

 

 

 

 

 

Euer Webmaster meint:

 

Lieber Andreas, so machst Du es richtig! Das alte Tierchen "Sprint" schön hegen und pflegen... die 200.000 km voll machen... und parallel brav auf  ´ne Pan sparen!

 

 

Nicht verzagen - Gerhard fragen!

 

 

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Dez. 2011