24. - 27.09. - Die "elder gents" im Weserbergland reloaded

Motto: Die Altherrentour soll nicht sterben !

 

Autor:  Achim

Bilder: Manni, Peter Jä. und Jürgen - ganz herzlichen Dank!

 

 

Prolog

 

Den Bericht zur Altherrentour 2016 hatte ich geendet mit:

 

"Inzwischen sind alle Teilnehmer wohlbehalten in der Heimat und der Blick geht zum "nächsten" Mal. "Ich freue mich auf unsere Altherrentour, wie der Elbfischer auf den Stint!", habe ich vor unserer Tour gesagt. Und das gilt auch für die nächste Tour der "elder gents" und ich hoffe sehr, dass ich dazu eingeladen werde."

Nun, dass mit dem "eingeladen werden" hat nicht so gleich geklappt. 2017 fand keine Altherrentour statt. Jürgen und Peter waren aber der Meinung, dass dieser schöne Trip nicht sterben darf. Und da Ihre Insel Amrum nun einmal ganz im Norden Deutschlands liegt, ergriffen die Beiden die Initiative und planten einen Dänemark-Ausflug für uns "Alte Herren".

Widrige Umstände, hohe Preise und ein eher schlechtes Gastronomieangebot, ließen diesen Vorsatz jedoch kippen und in einer ad hoc-Maßnahme wurde beschlossen, noch einmal in das Weserbergland zu cruisen.

 

Ok, Warum auch nicht? Das ist eine attraktive Motorradgegend und Jürgen heuerte Zimmer im schon bekannten und für gut geeignet befundenen "Gasthaus Johannig" bei Uslar an. Wie auch schon für Dänemark vorgesehen, wurde ich zum Tourguide bestimmt und dann musste nur noch das Wetter passen.

 

Doch nun zu unserer Tour. Wir gingen mit sieben Motorrädern an den Start. Wir: Jürgen und Peter als Initiatoren, dazu "Betreuer Kai", Manni, Udo, Claus und ich als Tourguide. In Uslar kam als Achter noch Peter Jä. von den "Seniorenrockern" dazu.

Ihr wollt wissen, wieso "Betreuer Kai"? Nun, unter uns "elder gents" ist Kai der einzige, der noch nicht im Ruhestand ist und daher eingeteilt wurde, sich um unser aller Wohl-ergehen und die Rentenrücklagen zu kümmern. Hat er ganz ordentlich hingekriegt und darf immer wieder mitfahren!  ;-))

 

24.09. - Anreise

 

Peter und Jürgen waren vernünftigerweise bereits am Vortag angereist und hatten in Stapelfeld übernachtet. Dazu passend legten wir den Treffpunkt in den "BackDrive" der Braaker Mühle.

 

Startzeit 10:00 Uhr und ca. 290 km Wegstrecke vor der Brust.

 

Da das Wetter genau zum Beginn unserer Tour auf "herbstlich" schwenkte, hatte ich eine Kombination aus kleineren und auch größeren Straßen gewählt, so dass wir auch bei etwas Regen ausreichend zügig vorankommen konnten.

 

Das war auch gut so, denn schon kurz hinter Lüneburg scheuchten uns Schauer in die Regenbekleidung.

Die Mittagsrast auf etwa halber Fahrtstrecke hatte ich nach Fuhrberg in das "HeideHotel" gelegt, was sich gleich doppelt als passend herausstellte.

Einerseits erwies sich das Restaurant des Hauses als gut geeignet für den kleinen Snack und nach einer letzten herzhaften Dusche während unserer Pause hatte das Wetter ein Einsehen: Schluss mit Regen!

Wie geplant landeten wir gegen 17:00 Uhr im Hotel. Rasch die Moppeds in die Garage bugsiert und das Gepäck auf die Zimmer gebracht.

 

Schon kurze Zeit später ließen wir beim Anlegerbier die Schutzengelchen hoch leben und es begann ein Abend wie er sich gehört:

Gutes Abendessen, ein paar Getränke und munteres Geplauder - prima!

 

25.09. - Erster Tourtag

Die Wetter-Apps unserer Handys hatten einen sehr kühlen Morgen und auch noch etwas Schauer-neigung vorausgesagt.

Entsprechend hatten wir einen sehr späten Start um 10:30 Uhr und gingen auf eine recht kurze Tour von 170 km. Die Frühaufsteher unter uns hatten auch den Ausblick auf eine reifbedeckte Landschaft genießen können.

Route für den ersten Tourtag
Route für den ersten Tourtag

Kurz nach 12:00 Uhr erreichten wir den Köter-berg. Diese Höhe mit ihren grandiosen Aussicht zieht mich immer wieder magisch an - insbeson-dere während der Woche, wenn es dort recht leer ist.

Gerne hätten wir dort auch einen Mittagssnack genommen - doch wie schon wiederholt festge-stellt: Die Gastronomie im Köterberghaus ist leider unterirdisch. Kaffee und Snack fielen also aus...

Etwa eine halbe Stunde später kamen wir an einem Eiscafé vorbei. Die Sonne schien inzwischen sehr schön - also nix wie rein...

Anekdote: Auf einem Parkplatz nebendran stand eine mobile Fischbude... Manni und ich nix Eis aber Fischbrötchen! Und das war preiswert, dick belegt und sehr schmackhaft! Und das nicht an der Küste! Im Weserbergland!  :-))

 

Dank des schön gewordenen Wetters und der kurzen 170-km-Tour auf leeren Straßen, saßen wir dann schon "vor 4 beim Schutzengelbier".

Vor dem wieder sehr guten Abendessen also noch genügend Zeit, um schräge Diskussionen anzu-fangen  ;-))

Zum Beispiel diese:

Claus: "Egal, welche Route Morgen gefahren wird, ich fahre zum Edersee. Will mir den mal bei Niedrigwasser anschauen. Dort, wo die Brücke dann aus dem Wasser kommt."

Ich: "???"

Peter: "Prima, dann könnten wir den Achim entlasten und fahren Deine Tour."

Manni: "Edersee, Edersee, Edersee!!!"...  :-))))

Ich: "??? - ok! Habe meine Touren schon gelöscht!" [Feixend...  :-))]

 

Warum feixend? Nun, ich hatte für den kommenden Tag 3 Routen zu wahlweise 210/260/340 km vorbereitet, die allesamt zum Edersee und dem dort versunkenen Ort führten...  :-))

 

26.09. - Zweiter Tourtag

Pünktlich um 09:00 Uhr saßen wir auf und reihten uns hinter Tourguide Claus ein, um Richtung Eder-see zu cruisen.

Und Claus hatte sich nicht lumpen lassen: Auf schönen, kleinen und verkehrsarmen Straßen brachte er uns zunächst bis zum Fuße der Burg Waldeck. Den Fußmarsch hinauf zum Burgrestau-rant haben wir aber gescheut.

Also ging es kurze Zeit später weiter - Richtung Edersee. Eine kleine Ehrenrunde rund um Waldeck verpasste uns das Navi noch. Macht aber nix - ist dort überall schön.

Schön war auch der Pausenplatz in einem direkt am See gelegen Bistro. Weniger schön war die Qualität der Speisen und die Bedienung - Schwamm drüber.

Mit einer weiteren Rast brachte der Claus uns zurück zum Hotel. Zwar hatten wir den versunke-nen Ort nicht zu sehen bekommen, waren aber bei bestem Wetter und prima Laune knapp 300 km durch die wunderschöne Landschaft gegondelt.

 

Altherrentourer, was willst Du mehr?

Ederseetour
Ederseetour

Der Abend dann wie gehabt: Gutes Essen, das ein oder andere Gläschen und immer etwas zu plaudern.

Einen Wermutstropfen schenkten uns unsere Insulaner ein. Diese hatten sich entschie-den, die Rücktour am nächsten Tag über die Autobahn zu nehmen und gleich bis Schleswig bzw. Dagebüll durchzurauschen.

 

27.09. - Rückfahrt

Blieben für die gemeinsame Rücktour also noch sechs "elder gents". Peter Jä. begleitete uns als "letzter Mann" noch bis Lamspringe und bog dort nach Hause ab.

 

Wir restlichen Altherrentourer fuhren weiter und erwischten für einen Kaffeestopp eine prima kleine Bäckerei.

Den Schlusspunkt unserer Rückfahrt - deren Route sich übrigens als sehr gut geeignet erwies - setzten wir wie nun schon häufiger im schönen "Seestübchen" am Lopauseee bei Amelinghausen.

 

Hier saßen wir eine ganze Weile nett in der Sonne und drehten beim Smaltalk noch einmal so richtig auf:

Anliegerkosten beim Straßenbau, Müllwagen in der Rückwärtsfahrt, rückwärts drehende Motoren und Geläster über BMW-Garmin-Navis waren heißer Diskussionsstoff. Typisch STOC Nord & Freunde!

 

Udo, Claus und Kai begleiteten mich dann noch bis Grande, während Manni von Amelinghausen aus die Autobahn ansteuerte.

 

Gut zuhause angekommen, sind wir letztlich alle - schööön!

 

 

Epilog

 

Nachdem ich selbst nicht mehr Veranstalter der Altherrentour sein wollte, fand ich es toll, dass Jürgen und Peter noch einmal die Initiative ergriffen. Daher war ich auch gerne bereit, den Tourguide zu machen. Das Dänemark nicht geklappt hat... - Schwamm drüber! Irgendetwas ist ja immer...

 

Klasse empfand ich die Verstärkung durch den Peter Jä. von den Seniorenrockern - eine Bereicherung! Glück hatten wir mal wieder mit dem Wetter, der schönen Gegend und dem sehr ordentlichen Hotel.

So könnte es weiter gehen! Nur: Wer ergreift für 2019 die Initiative?

 

Ach so, noch etwas fiel mir auf: Zwischen 22:00 und 23:00 Uhr war abends Schicht. Nur Udo und Kai hielten es jeweils noch etwas länger aus. Alte Herren halt!  ;-))

 

Ich jedenfalls hoffe, dass wir auch 2019 noch einmal in gleicher oder ähnlicher Konstellation auf Tour gehen!

 

Bis dahin herzlichst

Euer

Achim

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