Bericht zu meiner Chaos-Anfahrt zu "PANer & Friends 2013"...

oder:   Eine Panne zu viel…

…meine Anfahrt zum Motorradevent „PANer & Friends 2013“ in Freudenstadt, stand anscheinend unter keinem guten Stern.

Mit viel Vorfreude auf den Schwarzwald und die Bekannten - und auch um neue Gesichter zu sehen - fuhr ich morgens um 7:20 Uhr los nach Hamburg – Niendorf. Dort habe ich mich mit Wolfgang R. getroffen. Wir wollten gemeinsam in zwei Etappen in den Schwarzwald fahren. Da Wolfgang in Bad Homburg bei einem Studienfreund übernachten konnte, nahm ich mir dort in der Nähe ein Hotelzimmer.

Nach einem kleinen Käffchen ging es dann erst einmal über die Autobahn durch den Elbtunnel los. Nach ein paar Kilometern verließen wir dann aber die Schnellstraßen, um auf Bundes- und Kreisstraßen weiter zu fahren. Alles ging gut, denn ich war nach wie vor richtig gut drauf und wenn ich hier für Wolfgang sprechen darf, sah es beim ihm genauso aus.

Kupplung ohne Seilzug
Kupplung ohne Seilzug

Und dann nahm das Pech seinen Lauf. Ich hörte schon beim Ziehen der Kupplung so ein knackendes Geräusch und dachte nur bei mir „ohoh“. Dann, nach insgesamt ca. 200 km Fahrt, bei der nächsten Betätigung des Kupplungshebels, machte es Knack und der Bowdenzug war gerissen. Bis zum nächsten Halt an einer Kreuzung konnte ich noch ohne Kupplung fahren. Jetzt war guter Rat teuer, denn ich musste ja irgendwie von der Kreuzung wegkommen. Ich konnte die Maschine dann aber doch relativ einfach auf die andere Seite auf einen kleinen Seitenstreifen schieben und stellte sie dort erst einmal ab. Inzwischen hatte Wolfgang bereits mein Zurückbleiben bemerkt und kam zu Fuß zu mir zurück.

Nachdem ich den ADAC angerufen hatte, schoben wir das schwere Teil erst mal auf den sichereren Parkplatz, wo seine Pan auch stand. Jetzt hieß es warten auf die Pannenhilfe. Inzwischen hatten wir gemeinsam raus bekommen, dass es in Hannover (ca. 50 km zurück) eine BMW Motorradwerkstatt gibt (ein Hoch auf die moderne Technik) und nach einem Telefonat mit denen, war für mich Tour schon ein wenig gerettet, denn der Werkstattmeister versprach mir, wenn die Maschine innerhalb der nächsten 1 ½ Stunden dort hinkommt, würden sie die Reparatur noch schaffen (Hier möchte ich mich noch mal bei Wolfgang für seine moralische und technische Unterstützung bedanken).

Hoch auf dem gelben Wagen... sing, sing
Hoch auf dem gelben Wagen... sing, sing

Doch ich hatte die Rechnung ohne den ADAC gemacht, das heißt eigentlich, ohne den Vertragspartner. Der Schlep- perfahrer war dermaßen un-freundlich, dass ich es nicht wagte, ihn weiter in irgend-einer Form anzusprechen. Nachdem wir, mit leichten Hindernissen (das Mopped...

Unterkunft BMW-like?
Unterkunft BMW-like?

... kippte uns oben auf der Ladefläche um, weil der Herr telefonieren musste und plötzlich das Motorrad los ließ) endlich in Richtung Hannover fahren konnten, eröffnete er mir, daß er noch kurz bei seiner Firma ranfahren müsse, um etwas zu erledigen. Diese kurze Erledigung dauerte insgesamt ca. 1 ½ Stunde, sodass ich nicht mehr rechtzeitig in Hannover ankam. Ich musste also dort übernachten.

Selfie: "Dicker Hals"!
Selfie: "Dicker Hals"!

Das ich einen dicken Hals hatte, kann man sich sicherlich vorstellen, vor allem, als ich mir ein Zimmer für über 100 Euro nehmen musste, denn das Zimmer, was ich in der Nähe von Bad Homburg nun nicht mehr in Anspruch konnte, sollte nur 30,-- Euro kosten. Hin und Hergerissen, entschied ich mich dann nach einem Telefonat mit Wolfgang und meiner Frau, doch weiter zu fahren und mich doch noch mit Wolfgang zu treffen, der netterweise in Bad Homburg auf mich gewartet hatte, sodass wir die letzten 300 km doch noch zusammen fahren konnten, so wie es ja ursprünglich geplant war. Soweit die Theorie…….

Nobel bei BMW in Hannover
Nobel bei BMW in Hannover

Ich setzte mich also am nächsten Morgen um ca. 10:15 Uhr in Hannover in Richtung Bad Homburg in Bewegung um unser Vorhaben in die Tat umzusetzen und um schneller vorwärts zu kommen, benutzte ich logischer-weise die Autobahn. Ich kam auch gut voran, bis ich in Höhe Kirchheim merkte, dass die BMW so schwammig fuhr. Ich gab zuerst dem unebenen Straßenbelag die Schuld dafür, denn es trat immer nur heftiger auf, wenn ich zum Überholen auf die Mittelspur wechselte. Ich fuhr aber trotzdem kurz auf den nächsten Parkplatz, auch um noch einmal für die letzten 100 km den Popo zu lüften. Und dann war das Problem klar. Plattfuß! Ich konnte kaum noch den Seitenständer ausklappen, weil nur noch sehr wenig Restdruck auf dem Hinterreifen war.

... und schon wieder ADAC
... und schon wieder ADAC

Tja, und was soll ich sagen, damit war für mich auch die Fahrt in den Schwarzwald beendet. Ich wollte nur noch nach Hause. Ich rief also Wolfgang an und informierte ihn über mein Pech und dass er nicht mehr auf mich warten brauchte. Und jetzt kam wieder der ADAC ins Spiel. Nach relativ kurzer Zeit kam ein PKW mit Motorradanhänger und lud mich und die BMW ein, bzw. auf und fuhr mit mir erst einmal wieder bis zu deren Stützpunkt, um dann nach langem Hin und Her mit einem Herren des ADAC, mit mir weiter nach Bad Oldesloe zu fahren.

Endstation
Endstation

Zu allem Überfluss, stach mich beim Aufladen der Maschine auch noch eine Wespe in die rechte Hand, supertoll. Die Folgen des Stiches merke ich immer noch. Zu Hause angekommen, meldete sich gerade Wolfgang, um sich nach dem Stand der Dinge zu erkundigen. Nach meiner Entwarnung verabschiedete ich mich bei ihm mit einem Gruß an die STOC-Nord´ler und wünschte mit viel Herzschmerz noch viel Spaß in Freudenstadt.

Mein Fazit:

Nach so viel Vorfreude auf den Schwarzwald, folgte die Ernüchterung und Enttäuschung sehr krass auf dem Fuße. Am meisten habe ich mich aber über die miese Behandlung des ADAC- Vertragspartner in XXXXX, der Fa. XXXXXXX, geärgert. (Sorry für die XXX-e, der Webmaster)

Ich bin nur froh, dass es keine BMW-typische Macke war, sondern etwas, was jedem passieren hätte können.

Ich freue mich jetzt umso mehr auf die Altherrentour mit frischen Reifen und einem neuen Bowdenzug.

 

Einen lieben Gruß an alle,

Gerhard

 

 

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