Der Weg zu unserem Wohnmobil

oder

Die Geschichte unseres „Hanseat on tour“

 

Redaktionsstand: 02/2021

 

Text und Fotos: Thorsten R.

MegaMobil "Sport 640" - Serienzustand
MegaMobil "Sport 640" - Serienzustand

 

 

Ein Erlebnisbericht in 3 Teilen

 

1. Teil : Wie alles begann – die „Initialzündung“

 

Wohnmobil….?

 

Das  sind doch diese weißen, unförmigen Dinger, meist mit älteren Herrschaften besetzt, die im Sommer Städte und Passstraßen verstopfen… hatte ich zwar auf dem Schirm, mich damit aber nie weiter beschäftigt. Warum auch? Wer mich kennt weiß, dass ich meine Reisen meist mit dem Motorrad durchführe. Diese „Bumscontainer“ (Zitat meines Kollegen Dirk) hatten bei mir so viel Interesse geweckt, wie einer Kuh beim Fahrradfahren zuzusehen.

In meiner Nachbarschaft parkte auch so ein Ding. An dem fuhr ich morgens auf dem Weg zum Dienst immer vorbei. Es gehörte Helmut und Ute, beide bereits im Ruhestand, es war ein sog. „Vollintegrierter“ – dazu später mehr. Irgendwann war das Ding weg und der Hof blieb für mehrere Monate leer. Und dann irgendwann stand da ein kleineres Wohnmobil, was so ganz anders aussah. Es sah kleiner aus, wie ein "Sprinter", mit pfiffiger Lackierung und einer Kompassrose. Ich ertappte mich dabei, mir den Namen einmal zu notieren und befragte Herrn Google, was das denn für ein Fahrzeug sei. Zu meiner Überraschung wurde das Auto ganz in der Nähe produziert. In Rendsburg bei der Firma HOBBY. Als ich dann ein paar Fotos von innen sah, war ich total perplex! Das alles passt in so einen „Sprinter“ hinein…? Und so ein tolles Ambiente? Hätte ich nie für möglich gehalten.

 

Produktbild Fa. "Hobby",

Zum Bild durch "Klick auf den Thumbnail"

Ich ertappte mich ein weiteres Mal: Ich wollte da unbedingt einmal hineinschauen! Ich hatte Glück. An einem Nachmittag sah ich Helmut draußen am Auto herum-werkeln und ich fragte einfach, ob ich mal einen Blick nach innen werfen dürfte. „Klar“ sagte Helmut, „kein Problem“! Nachdem er die Trittstufe elektrisch ausgefahren hatte, konnte ich einen ersten Blick in das Auto werfen. Ich erblickte gegenüber dem Eingang einen großen Tisch, an dem man entweder auf der gegenüberliegenden Sitzbank oder auf den in Tischrichtung gedrehten Fahrer- und Beifahrersitzen gemütlich Platz nehmen konnte. Über der Sitzbank ein Flachbild-fernseher.

Auf der anderen Seite war ein wohnlicher, sehr schöner Küchenblock verbaut, der zwei Gaskochfelder und ein Spülbecken sowie diverse Schubladen für alle Küchenutensilien beinhaltete. Rechts neben dem Küchenblock befand sich ein 90 Liter fassender Kühlschrank. Alles in einem schönen, warmen Holzton gehalten, abgerundet von tollen Lampen im ganzen Auto, die ein sehr schönes und wohnliches Ambiente zauberten. Ich war beeindruckt – so etwas hätte ich von außen nie für möglich gehalten!

Der Blick ging nun etwas weiter in Richtung „Badezimmer“. Dort befanden sich ein Waschbecken, eine Toilette, ein Unter- und ein Oberschrank, ein Spiegel sowie eine Dusche. Alles abgetrennt vom Gang durch eine Tür. Beim Betreten des „Bades“ betritt man die Duschwanne, die man beim Duschen mit einem Vorhang umhüllt und somit die Toilette, das Waschbecken, den Spiegel und die Schränke vor dem Wasser schützt. Ich war mehr als erstaunt, so etwas hätte ich nicht erwartet! Alles (fast) wie zu Hause, nur halt etwas kleiner und enger… zur morgendlichen Körperpflege aber durchaus ausreichend!

Helmut sagte mir, dass Ute und er mit einer Füllung des Frischwassertanks - bei täglicher Nutzung des Bades incl. Duschen und Toilettenbenutzung - ungefähr vier Tage auskommen würden.

Last but not least befand sich im Heck des Fahrzeuges dann das Schlafgemach. In diesem Fall Modell „Querschläfer“, bedingt durch die Länge des Fahrzeuges von 5,99 Metern. Mit zwei Metern Breite und auch knapp 2 Metern Länge können 2 Personen hier komfortabel nebeneinander nächtigen. Der Blick auf die nächtlichen Sterne war bereits durch das große Dachfenster im Heck inkludiert.

Beispielfoto: "MegaMobil Sport 640"
Beispielfoto: "MegaMobil Sport 640"

Ich war beeindruckt! Ich hätte NIEMALS vermutet, dass man innerhalb eines Fahrzeuges so eine schöne „Miniatur-Wohnwelt“ vorfinden würde!

Und ich ertappte mich ein weiteres Mal dabei, mir vorzustellen: Wie wäre es wohl, mit so einem Gefährt unterwegs zu sein. Einfach losfahren, wann und wohin man möchte. Unabhängig zu sein, und doch immer alles dabei zu haben. Darüber hatte ich mir vorher noch nie Gedanken gemacht. Doch dieser Besuch in Helmut’s Fahrzeug hatte etwas in mir ausgelöst. Ich war, wie viele andere auch, vom „Kastenwagen-Virus“ befallen!

Ich verschaffte mir erst einmal einen Überblick über evtl. Modelle, Preise, Ausrüstungen usw.

Damit war dann die „Büchse der Pandora“ geöffnet…. Es gab „hunderttausende“ Dinge zu bedenken. Zig Dinge stürzten auf mich ein. So wollten Begriffe wie „Skyroof“, „Raumbad“, „Ladebooster“, „LipoFer-Akkus“, „autark“ ebenso wie „Wechselrichter mit reiner Sinuskurve und Netzvorrangschaltung“ geklärt werden. Bisher alles Fremdwörter für mich.

Der Start zur Wegfindung für ein individuelles Fahrzeug war somit begonnen. Nun galt es, aus unzähligen Angeboten, Fahrzeugen, Ausstattungen, Preisen usw. das Richtige zu finden. Als große Hilfe erwies sich hierbei einmal mehr „Youtube“

 

Wie sich dieser Weg gestaltete, folgt in Teil 2.

 

 

 

Hinweis:
Die verwendeten Handelsnamen und Marken sind, auch ohne besondere Kennzeichnung, im Besitz der jeweiligen Firmen und unterliegen dem jeweiligen marken- oder patentrechtlichen Schutz.

 

 

Sehr geschätzte Besucher,

 

aus juristischen Bedenken und wegen der Spam-Gefahr ver- zichtet diese Page bewusst auf ein Gästebuch.

Kritik, Anregung, Lob und Tadel sowie Anfragen, nehmen wir jedoch gerne auf.

Bitte nutzen Sie das Kontakt-Formular.

 

Ihr "STOC Nord & Freunde"

Kontaktformular
Kontaktformular

RollOut:

Dez. 2011