Teil 4

 

 

Das Fazit

oder

Würden wir es wieder so machen?

 

 

Vorab – bereut haben wir unsere Entscheidung auf keinen Fall! Wir haben das Auto nun schon seit gut einem Jahr und konnten trotz Corona bereits einige schöne Reisen machen.

 

Ich hätte damals allerdings nicht gedacht, dass man sich intensiv und auch immer wieder mit dem Fahrzeug und der Technik auseinandersetzen muss, um Dinge zu optimieren und ein möglichst störungsfreies Urlaubserlebnis zu haben. Denn nichts nervt so wie unvorhergesehene Probleme am Auto. Davon können auch wir ein Lied singen…

Wir hatten uns im Vorwege intensiv in das Thema eingearbeitet, dabei zig Hersteller, Händler, Zubehör-hersteller vor Ort und auch auf Messen besucht. Leider muss man sagen dass - nicht nur aufgrund der Corona-Situation - in der Branche eine Art Gold-gräberstimmung herrscht. Bei den Herstellern und auch bei den Händlern. Die Fahrzeuge werden im Schnellverfahren „zusammengekloppt“, leider oft mit entsprechenden Mängeln, die erst hinterher zu Tage treten. Die Händler verkaufen die Dinger dann wie „geschnitten Brot“. Preisnachlässe sind so gut wie gar nicht zu erzielen. Bei einen Nachlass von 2-3 %, darf man sich glücklich schätzen! Berechtigte Reklamatio-nen werden nur widerwillig entgegengenommen und es wird versucht, diese „abzubügeln“. Zeit ist Geld, und Reparaturen stören diesen Ablauf nur! Auch wir mussten dieses leider wie so viele andere erleben. Oftmals hilft hier nur der Gang zum Rechtsanwalt, zumal man ja eine Menge Geld für sein Fahrzeug ausgegeben hat. [Redaktion: Rechtsanwalt war bei Euch hoffentlich noch nicht nötig!]

 

Und Geld ist der Punkt, an dem es sich jede/r genau überlegen sollte, ob sich so eine Anschaffung lohnt.

  • Wie ist mein Nutzungsverhalten?
  • Möchte ich 1 – 2 Mal im Jahr auf eine Reise gehen?
  • Wie hoch ist mein Komfortanspruch?
  • Möchte ich auf Dauer so ein „Schiff“ durch die Gegend steuern?
  • Und habe ich die Fix- und Folgekosten im Blick?

Wenn ich vielleicht 1 - 2 Mal im Jahr auf eine Reise gehen möchte und das Fahrzeug steht ansonsten ungenutzt irgendwo herum, sollte man unser persönlichen Meinung nach von einer Anschaffung absehen. Vielleicht auch vorher so ein Fahrzeug mal Probe fahren und schauen, ob man/frau mit den Abmessungen zurechtkommt. Ich habe vorher 3 Fahrstunden auf einem solchen Fahrzeug absolviert. Kann ich nur jedem wärmstens empfehlen, hatte sich für mich absolut ausgezahlt!

Es geht ja auch darum, im Falle des Kaufs eines Wohnmobiles als Untergrenze EUR 40.000 in die Hand zu nehmen. Bei 1 - 2x im Jahr, wäre es wahr-scheinlich viel sinnvoller, sich ein entsprechendes Fahrzeug für den Urlaubszeitraum zu mieten. Möchte man dagegen gerne spontan einfach losfahren – es muss nicht immer die große Urlaubsreise sein – und sich vielleicht einfach mal ein Wochenende an den Nord-Ostsee-Kanal stellen, um sich Schiffe anzu-gucken, kann die Sache anders aussehen. Oder mal schnell einen Kurztrip nach Dänemark, nach Rügen oder in den Harz? Freunde besuchen und sein „eigenes Reich“ dabei haben? Dann kann man über die Anschaffung eines eigenen Fahrzeuges nachdenken. Diese Überlegungen standen z. B. bei uns im Mittelpunkt, aber nicht nur.

Man kann sein eigenes Auto so gestalten wie man es möchte. Man kann es technisch so aus- und aufrüsten, dass es den eigenen Bedürfnissen entspricht. Man kann das Fahr-zeug von innen so wohnlich und angenehm gestalten wie es einem dauerhaft gefällt, man ist hier nicht auf die Kompromisse eines Mietfahrzeuges angewiesen.

Doch mit der alleinigen Fz-Anschaffung ist es nicht getan. Notwendige Ausstattungen wie Küchenein-richtung (Besteck, Geschirr, Gläser usw.), Utensilien für das Bad, Einrichtung für den Schlafbereich, Stühle und Tisch für draußen, Grillutensilien, Auffahrkeile, Abschleppstange usw. usw. gehen auch nochmal ins Geld und müssen zu den Kosten addiert werden. Selbstverständlich auch Kfz-Versicherung und Kfz-Steuer.

Soll das Fahrzeug evtl. in einer Halle (sofern man eine findet…) während der Nicht-nutzung abgestellt werden? Ein nicht zu unterschätzender Kostenfaktor. Dieser Punkt war für mich z.B. absolute Grundvoraussetzung, bevor ich über die Anschaffung eines solchen Fahrzeuges nachgedacht habe. Für mich ganz klar – ohne Hallenstellplatz kein Auto! Ich würde so ein Auto niemals in der Scheune eines Landwirtes abstellen, mag es auch günstiger als ein Hallenplatz sein. Wir haben schon etliche Horror-geschichten hören müssen, wo dann Nager und weiteres Ungeziefer während der Winterruhe ins Fahrzeug eingedrungen sind und dort entsprechende Schäden verursacht haben.

 

Unser persönliches Fazit lautet, dass wir uns immer wieder so entscheiden würden, nämlich für ein eigenes, persönliches Fahrzeug. Man hat jederzeit Zugriff auf das Auto und kann bei Bedarf und freier Zeit seine „kleinen Fluchten aus dem Alltag“ starten. Natürlich sollte jede/r für sich gründlich und ehrlich abwägen, ob das einem eine solche Investition wert erscheint. Denn unstrittig kann man auch, wenn man es möchte, alternativ dazu eine Menge Hotelaufenthalte buchen.

 

Für alle anderen kann ein Wohnmobil eine interessante Urlaubsalternative darstellen.

 

Sollte jemand noch weitergehende Fragen zu dem Thema haben, kann sie oder er mich jederzeit per eMail kontaktieren.

[Redaktion: Externe Interessenten erhalten die eMail-Adresse über das "Kontakt-formular"]

 

 

Mrs. Wilma:

"Und was ist mit Motorrad? Fertig ist das Auto erst mit Trailer-Anhängekupplung!"

Webmaster:

"Du nun wieder! Anna Maria & Thorsten werden schon alles für sich passend machen!"

Ergänzung:

Für die Besichtigung enger Innenstädte oder den flotten kleinen Einkauf sind eBike-Fal-träder von Leoncycle an Bord

 

 

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Dez. 2011