Wetter? Loch an Loch? Single-Roads? Highlands?

 

oder

 

Zu viert durch Schottland

 

 

Autor: Achim

Fotos: Nicole, Gabi, Gaby, Ute, Thomas, Peter, Achim

 

 

Prolog

 

Nicole & Thomas
Nicole & Thomas

Irgendwann im Herbst 2017 klingelt das Telefon. Thomas steht auf dem Heimweg im Stau... dann ruft er ganz gerne mal an  :-))

Dieses Thema - jenes Thema und dann war sie plötzlich da, die Frage:

"Habt Ihr Lust Nicole & mich im nächsten Jahr nach Schottland zu begleiten?"

Gaby & Achim
Gaby & Achim

Nun, das galt es erst einmal mit meiner "Lieblings"-Sozia abzustimmen...

und war noch am gleichen Abend geklärt:

Schottland? Wären wir alleine nie drauf gekommen!

Zu viert als organisierte Reise? Aber gerne!

Als Reiseveranstalter hatte Thomas "NSK Motorradreisen" ausgesucht und damit eine glückliche Hand bewiesen. Konnte er aber im Vorhinein nicht wissen. Was also gerade zu diesem Veranstalter geführt hat? Das Wetter!  :-))

Jeder Reisende hat schon einmal den Satz gehört: "Schottland? Super! Aber mit dem Wetter musst Du schon arg Glück haben!"

Neben vielen Dingen die auch andere Veranstalter bieten, setzt NSK für die Schottland-reise ein Gepäckbegleitfahrzeug mit der sehr angenehmen Folge ein, dass die Kleider-menge nicht sooo arg begrenzt ist. Und falls es gilt, nasse Regenschutzkleidung in den Koffern des Motorrades zu verstauen, sind diese leer und die "Reisekleidung" wird nicht auch noch feucht. Und außerdem ist NSK in Bad Beverungen beheimatet, also nicht allzu weit von uns weg.

Nachdem der Entschluss gefallen war, haben wir voller Vorfreude laufend auf der NSK-Homepage geluschert... und dann dauerte es uns bis zum offiziellen Buchungsstart doch zu lange und wir ließen uns auf eine "Interessentenliste" setzen. Hat NSK auch bereit-willig gemacht. Überhaupt: Dieses kleine Unternehmen mit der doch recht großen Tour-palette erwies sich im unserem Fall als stets beweglich und hilfsbereit.

 

 

Die Reise

 

19.06.2018  -  Anfahrt

NSK hatte als Fährverbindung Amsterdam - Newcastle festgelegt. Dort verkehren die Fähren der "DFDS Seaways". Das Einchecken beginnt um 14:30 Uhr.

Bei ca. 550 km Entfernung war das von Hamburg aus nur mit einem "Gewaltritt" über die Autobahn zu schaffen. Kein guter Start für eine Urlaubsreise.

Folglich suchten wir uns ein Hotel in der Nähe der Anreisestrecke der "NSK-Truppe" und landeten in Rheine im "Landhotel Hopster". Dieses Haus bewies sich als Übernachtungs-station als Volltreffer und bis zum Treffpunkt "Autohof Salzbergen" war es am nächsten Tag nur noch ein Katzensprung.

Ach ja: Anders als "angedroht", war der Biergarten doch geöffnet...  :-))

 

20.06.2018  -  Rauf auf die Fähre

Treffpunkt Salzbergen
Treffpunkt Salzbergen

Am Treffpunkt hatten wir unser erstes AHA-Erlebnis. Im Reisekatalog war angegeben: Mindestteilnehmerzahl 8 Per-sonen, Höchstteilnehmerzahl 10 Motorräder.

Am Treffpunkt standen aber wesentlich mehr Motorräder und in Amsterdam sollten weitere hinzukommen... Wie sich zeigte, hatte NSK vier Gruppen mit je einem Tourguide gebildet. Nach erster Skepsis stellte sich rasch heraus, dass das ausgesprochen gut funktionierte und obendrein die Tourguides sehr sympathische Leute waren.

1300 Uhr, Amsterdam, Fähre
1300 Uhr, Amsterdam, Fähre

Mit einem Zwischenstopp erreichten wird zügig und bei bestem Reisewetter den Fährhafen... und dann wurde es etwas stressig:

Das Einchecken dauerte eine gefühlte Ewigkeit, im Bauch des Schiffes war es drückend warm, die Abgasschwaden raubten den Atem und die Möglichkeiten in drangvoller Enge das Motorrad zu befestigen waren mehr als dürftig...

Überhaupt: Das Fährschiff ist aus dem Baujahr 1987 - wirkte auf mich eher 20 Jahre älter - und könnte bezüglich der Kabinen und des Laderaumes dringend eine General-überholung vertragen. Die restliche Schiffseinrichtung ist jedoch sehr ok, was übrigens auch für das Essen an Bord gilt.

Apropos Essen: Kaum hatte die Fähre abgelegt wurde mir schummerig... seekrank? Dank Nicole´s Reiseapotheke war ich rasch gut versorgt. Doch später stellte sich heraus: Wie ein Anfänger hatte ich einfach zu wenig gegessen und vor allem zu wenig getrunken. Und die Hitze sowie der Abgasmief im Laderaum hatten wohl auch mitgewirkt. Sollte einem erfahrenen Tourenfahrer eigentlich nicht passieren...

Eher belustigendes Randerlebnis: Wir buchten eine Außenkabine, wegen Aussicht, Romantik und so... das Ergebnis zeigt das nächste Bild...  ;-))

 

21.06.2018  -  Schottland, wir kommen!

Die Fähre legte pünktlich in Newcastle an und wir mussten wieder in ihren Bauch, um unsere Motorräder zu entzurren und Abgas zu schnüffeln bis endlich die LKW/PKW runter vom Schiff waren.

Eine Situation, die - wir mir scheint - Nicole die Haare zu Berge stehen ließ   :-))   oder sie ahnte bereits, dass es noch eine zähe Aktion geben würde, bis die englischen Grenzbeamten endlich alle Motorräder abgefertigt hatten...

Aber dann konnte es richtig losgehen: erste Tagesetappe bis Edinburgh...

Zur Eingewöhnung auf den Linksverkehr übte unser kluger (und äußerst sympathischer)  Tourguide Peter K. ein paar Kreisverkehre mehr als nötig mit uns und kurze Zeit später rollten wir auf schönen Sträßchen durch typische Landschaften und Orte gen schottische Grenze.

 

Klassisch!...

 

könnte man unseren Empfang an der schottischen Grenze bezeichnen.

 

Klasse!...

 

war unser Blick von der Grenzhöhe nach Schottland hinein.

Einfahrt Richtung Melrose
Einfahrt Richtung Melrose

Weiter ging es Richtung Norden. An Melrose-Abbey vorbei in die Ortschaft Melrose.

Hier nutzten wir die Gelegenheit für einen kleinen Rundgang, ein leckeres Eis und ein bisschen Erholung auf der Mauer.

 

PS: Man beachte die für Schottland und Teile Englands typischen "Schornsteinbatterien" auf den Dächern! 21 Schornsteine auf einem Dach war der von mir gezählte Rekord in Edinburgh.

Edinburgh City Hotel
Edinburgh City Hotel

Der Schluss-Stint des Tages brachte uns zur ersten Unter-kunft in Schottland, dem "Edinburgh City Hotel". Eine ganz angenehme Bleibe mitten in der sehenswerten Stadt.

 

Übrigens 1: Mich hatte es schon vor Antritt der Reise gewundert, dass NSK sich traut, mit größeren, im Links-verkehr unerfahrenen Reisegruppen mitten in Städte wie Glasgow oder eben Edinburgh hineinzufahren... Klappte aber recht gut!

Übrigens 2: Alle von uns besuchten Hotels haben unmittel-bar neben dem Restaurant eine Bar. Üblich ist es, dass sich der Gast dort seine Getränke zum Abendessen selbst holt. Berücksichtigt man die  Teppichbodenausstattung und die normalerweise randvoll gefüllten Biergläser... der Alptraum eines jeden deutschen Gastronomen...  :-))

Übrigens 3: Schottisches Bier? Ihhh - bäh - schreckliche Plörre!

Übrigens 4: Die Reiseleitung spendierte uns einen kleinen Whisky. Erkenntnis: Datt is ooch nix für mich!  :-))

 

22.06.2018  -  Fish & Chips

Tagesroute
Tagesroute

 

 

"Auf nach Aviemore" hieß die Devise für den heutigen Tag.

 

Durch den "Nationalpark Cairngorms" an Schloss Balmoral, dem Sommersitz der englischen Königsfamilie, vorbei. Vorbei traf im wahrsten Sinne des Wortes zu: Irgendwie haben wir Balmoral keinen Stopp gegönnt. Macht aber gar nix - wir hatten einen tollen Reisetag.

Reisegruppe mit Forth Bridge
Reisegruppe mit Forth Bridge

 

Mit dem ersten Tagesabschnitt erreichten wir die "Forth Bridge" bei Queensferry.

 

Sie überbrückt als Eisenbahnbrücke den "Firth of Forth" und ist Weltkulturerbe. Inzwischen hat sie zwei moderne Nach-barn bekommen. Einen davon nutzten wir, um unseren Weg Richtung Nationalpark fortzusetzen.

Durch typische tolle Landschaften und Orte, eilten wir dem nächsten Highlight entgegen:

 

Fish and Chips...

 

... beim "Hungry Highlander"

 

Guter Platz, lange Wartezeit, große Portionen,

 

lukullisches Erlebnis: naja...   :-))


Apropos "Hungry Highlander":

Sind wir überhaupt schon in den "Highlands"? Eher nicht - aber auf gutem Weg dorthin!

Nach einem kurzen Fotostopp bei Braemar Castle strebten wir dem Tagesziel entgegen:

"Hilton Coylumbridge Hotel".

Ein Hotel, das mit seinen Gästen überfordert war. Dies änderte nix an der Vorfreude auf den nächsten Tag: "Whisky-Trail"


 

23.06.2018  -  Whisky Trail

 

Der erste Stint des Tages führte uns nach Carr-Bridge zur "Old Packhorse Bridge". Es ist die älteste Steinbrücke in den Highlands, die wir nun erreicht hatten.


Erste Abschnitte Single-Roads
Erste Abschnitte Single-Roads

Der Beweis, dass wir zwischenzeitlich in den Highlands angekommen waren: Erste Abschnitte auf Single-Roads waren zu absolvieren.

Zufällig stießen wir dabei auf ein unscheinbares Haus, früher Schule, heute ein kleines Café. Und Überraschung: Gleichzeitig auch Basis des regionalen Radiosenders. Prompt wurde unser Tourguide Peter zum Interview eingeladen. Hat er picobello gelöst und kommt nun ins Radio   :-))

Glenfiddich-Destille: Fasslager
Glenfiddich-Destille: Fasslager

 

 

Frisch erholt und bester Laune ging es weiter Richtung Tageshighlight: Besichtigung der Glenfiddich-Destillerie.

 

"Ach", sagte Whisky-Freund und -Kenner Thomas,

"Sozia müsste man sein...!"

 

24.06.2018  -  Auf zum "Nordzipfel"

 

Heute ging es schon zeitig los. Es galt zwei besondere Punkte zu erreichen.

Aber zunächst pausierten wir am Aussichtspunkt "Struie-Hill" und dann hieß es:

Jetzt mal (ein kurzes Stück) richtig flott - jeder so schnell wie er mag! Das hat Spaß gemacht!

:-))


Und wer einmal wissen möchte wie britischer Adel so richtig geht, der besucht unser 1. Highlight des Tages:

 

Dunrobin Castle

Nach ausführlicher Besichtigung des Schlosses und Stärkung in dessen Restauration ging es zügig weiter gen Norden.

 

Aus diesem Parkplatz ausfahrend, schaffte ich das Kunst-stück, "um´s Härle" einen anderen Moppedfahrer abzu-schießen... tztztz...

Gut, das bald Kaffeezeit war, die uns in das äußerst idyllische "Lybster-Harbour" führte.

Richtung Norden
Richtung Norden

Dann weiter Richtung Norden nach "Dunnet Head", dem nördlichsten Punkt der britischen Hauptinsel.

 

Es war immer wieder überraschend, wie klein und winkelig die Single-Roads sind und insbesondere, wie lang bei schönstem Ausblick der Weg immer entlang der "Wasser-kante" führte. Ein Erlebnis, dass an deutschen Küsten praktisch nicht möglich ist.

Den letzten Abschnitt des Tages bildete die Anfahrt zum "Hotel Castletown" in Castle-town. Eines der einfacheren Hotels auf der Reise, dennoch recht ok und mit klasse Essen!

 

Der Gepäckbegleitwagen der "NSK"-Leute zeigte heute eine weitere Stärke: Gleich zwei Moppeds hatten sich einen Platten eingefangen und die "Shadow" mit der schwer aufzutreibenden Reifengröße wurde im Gepäckbeipack solange hin und her kutschiert, bis das Problem behoben war und am nächsten Abend war wieder alles ok.

 

25.06.2018  -  Orkney-Inseln

Orkney-Route
Orkney-Route

 

 

Holla die Waldfee - am Vorabend war ich ein wenig "miss-launig". Für den Trip auf die Orkney´s galt es, richtig früh aufzustehen... sollte ich mir das antun?

 

Nun ja... ich habe ja gehorchen gelernt und so war die "Schwarzbunte Q" pünktlich wie alle anderen am Fähranleger in Scrabster.

Chillen auf der Fähre
Chillen auf der Fähre

 

Rund zwei Stunden Fährfahrt bei tollstem Wetter vermittel-ten so etwas wie "Kreuzfahrt-Feeling" und haben mich dann doch mit dem frühen Aufstehen versöhnt   :-))

Außerdem: Einer der Tourguides ist Geschichtswissen-schaftler und verpasste uns eine kurzweilige und hörens-werte Einweisung in das, was uns auf den Orkney´s erwartete - sehr schön!

Die beiden historischen Hauptattraktionen des Tages waren der "Ring of Brodgar" (ähnlich wie das berühmtere aber kleinere Stonehenge) und das Steinzeitdorf "Skara Brae".

Anders als von unserer Reiseleitung erhofft, herrschte jedoch nicht idyllische Ruhe an den Attraktionen sondern ein reger Besucherstrom, herbei gekarrt mit großen Bussen und Taxen. So wurde aus relaxtem Single-Road-Fahren ein wenig "Ausweichstellen" hüpfen. Den Grund dafür sollten wir bald erkennen.

Vielleicht hat die Kombi "frühes Aufstehen", "Seefahrt", "Single-Roads" und Besichtigungstour auch die "müden Krieger" auf Bild 3 erzeugt?   ;-))

Als wir zur Mittagsrast Kirkwall (den Hauptort der Orkney´s) ansteuerten, erkannten wir den Grund der Touriinvasion. Kreuzfahrer haben inzwischen auch die Inseln für sich entdeckt. Zwei davon hatten in Kirkwall´s Hafen festgemacht.

Nun gut, war alles nicht sooo tragisch. Nach feiner Mittagsrast ging es zum Schlussspurt. Es galt noch eine besondere Gesteinsformation zu besichtigen (den Namen habe ich leider vergessen), die bei Ebbe über einen Steg erkundet werden kann.

Dann bestaunten wir noch einen verpeilten Schäfer mit einen trödeligen Hirtenhund, die versuchten, ihre Schafe von der Straße zu bekommen.

Wieder auf der Fähre ging die Fahrt an der "Langen Anna" der Orkney´s (dem "Old Man of Hoy") vorbei und nach ein bisschen Dösen landeten alle wieder fröhlich und wohlbehalten in Scrabster an.

 

26.06.2018  -  An der Küste entlang nach Westen

Querung nach Westen
Querung nach Westen

 

Der heutige Tag sollte uns immer dicht unter der Küste von Castletown nach Westen bis Ullapool führen.

 

Es war der Tag der anstrengenden Single-Roads und der grandiosen Ausblicke und Landschaften.

Krisenrat
Krisenrat

Und dann saßen wir auf einmal am frühen Nachmittag zur Pause wie die Hühnchen auf der Stange und berat-schlagten:

Ab jetzt größere Straße und in einer Stunde im Hotel oder "Hardcore-Single-Roads-grandios" und in ca. drei Stunden am Ziel?

Wo entlang?
Wo entlang?

Lösung, die unser Tourguide nicht wirklich mochte:

Ein Teil der Gruppe nahm den kurzen Weg und

Thomas & Nicole führten Klaus K., Gaby & mich über die anspruchsvolle Strecke.

 

Das war ein toller Ritt!

In Ullapool angekommen, musste zunächst das Tankstellenproblem enträtselt werden. Minuten später waren wir dann im "The Royal Hotel" und wurden mit einem tollen Blick auf das Loch Broom und mit einem schönen Abend belohnt.

Die Idylle dieser Bucht hatte auch einer der Kreuzfahrer entdeckt, die wir am Vortag auf den Orkney´s sahen.

Und dann war da noch dieser besondere Raum im Hotel, in den unser "Whisky-bekennender" Thomas sich mal einschließen lassen wollte...   ;-))

 

27.06.2018  -  Ein "Schottischer Abend" erwartet uns

Bevor wir jedoch an den Schottischen Abend denken konnten, kamen wir um die Mittagszeit am Loch Duich vorbei.

Loch Duich sagt Euch nix?

Na, da gibt es das "Eilean Donan Castle" und das ist die Burg auf der u. a. der Film "Highlander - es kann nur einen geben" gedreht wurde.


Also nix wie hin und rein! Die Burg wird heute als Museum genutzt und kann recht umfassend besichtigt werden. Das hat Spaß gemacht.

Apropos Spaß: Was die fröhliche Dame auf dem letzten Bild so erheitert, wird nicht verraten. Was in Schottland passierte, bleibt auch in Schottland!   ;-))

Heute mal wieder auf etwas größeren aber doch verkehrs-armen Straßen, ging es weiter Richtung Tagesziel.

Unseren Kaffeedurst stillten wir in einem klassisch-noblen Hotel, dass wir entdeckten, weil die vorgesehene Pausen-stelle zu überlaufen war.

Fast schämten wir uns ein bisschen in dieser sooo "very british"-Umgebung ordinären Kaffee an Stelle von Tea and Cake zu bestellen    :-))

In dem schönen Ambiente verweilten wir etwas länger und mussten danach ein wenig flotter unterwegs sein, um zeitgerecht unser "Hotel Ballachulish" im gleichnamigen Ort zu erreichen.

 

Nicole fand das Haus "a little bit spooky". Auf jeden Fall war der Kasten so verbaut, dass ich mich 2x auf dem Weg zum Zimmer verlief   :-))

Das wieder sehr gute Abendessen, die Folklore (ABER: Dudelsack im geschlossenen Raum = fürchterlich laut!) und der Blick auf das Wasser in der lauen Nacht machte jede gelaufene "Umleitung" wieder wett!

 

Anekdote: Verrückterweise wurden die Flure und bei Nicole & Thomas sogar das Zimmer beheizt!! Angeblich ließe sich das nicht abschalten ohne auch das warme Duschwasser zu killen und überhaupt: noch NIE hätten sich Gäste in dieser Gegend über geheizte Räume beklagt. Man sei schließlich im nass-kalten Schottland  :-))   Irgendwann war die Heizung dann aber doch aus und alles wurde gut!

 

28.06.2018  -  Es geht nach Glasgow

Inzwischen war die Tageshöchst-temperatur schon über 30° C gekrabbelt und mit Glasgow erwar-tete uns die Durchfahrt durch eine Großstadt...

Alle Reiseteilnehmer waren daher bemüht, möglichst frühzeitig auf Tour zu gehen.

 

 


Es galt nun, noch die letzten höheren "Pässe" zu nehmen und bei Oban einen der letzten Blicke auf die Westküste zu werfen, bevor es endgültig ins Landesinnere gehen würde.

 

Im Hafen von Oban gönnten wir uns auch eine Vormittagsrast und ganz Mutige erhielten die Chance mal einen echten Kaoschi von Krustentier in die Kamera zu halten.

Die Landschaft wurde im Weiteren zunehmend kräftiger im Grün, sanfter in den Hügeln und mit etwas mehr Baumbestand.

 

In der Durchfahrt von Kilmartin bot sich ein eher unscheinbares Hotel gleichen Namens als Mittagsraststation an. Im rückwärtigen Biergarten saß es sich ganz schön und die kleinen Gerichte waren lecker. Vor der Weiterfahrt schauten wir noch zu der gegen-überliegenden Kirche mit ihrem Friedhof. Die dort aufgestellten alten Steinplatten waren überraschend sehenswert.

Und weiter ging es in die heutige Schlussetappe bei strammen 30° C. Vorbei an kuriosem, sehenswertem und immer wieder klassisch-aristokratischem, kamen wir ganz gut bis Glasgow.

 

Aber dann: Holla, holla,... Großstadt, Berufsverkehr, Stop and Go, inzwischen 35° C, keinerlei Schatten... Als wir in die Tiefgarage des "Double Tree by Hilton Hotel Glasgow Central" rollten, waren wir alle gar wie frisch vom Teutonengrill, etwas gereizt und reif für die Dusche. Ok, die gab es dann auch in ordentlichen Zimmern und angenehmem Ambiente. Dieses Hotel war dem Gast deutlichst besser gewachsen als das Hilton-Hotel in Aviemore/Coylumbridge.

 

29.06.2018  -  Auf zur Fähre, es schließt sich der Kreis

So, nun ging es wieder Richtung Fährhafen und damit Richtung Heimat.

 

Ein Augenblick für ein erstes persönliches Fazit?


Nö! Für mich war zu diesem Zeitpunkt der Kopf nicht frei. Ebenso wie ich keinen Blick hatte für so manches Schöne, das noch an uns vorbeihuschte.

 

Grund: Als wir starteten war es schon wieder reichlich warm und mit jeder Stunde, die wir unterwegs waren ging das Thermometer weiter hoch. Meine Gedanken: Auweia... 35° C und mehr und dann 3 Stunden auf schattenloser Betonpiste beim Einchecken auf die Fähre? Das hat mir richtig Kummer gemacht.

 

Aber zunächst stand noch "Gretna Green" als Zwischenstopp auf dem Programm. Ok, gut geeignet für die Snackpause. Ansonsten eher etwas für den asiatischen Touristen (ohne dies böse zu meinen).

Vor dem Bording
Vor dem Bording

Auf den letzten 50 km vor Newcastle hatte der Wettergott plötzlich ein Einsehen mit mir! Wolken zogen auf, frische Meeresbrise und am Hafen angelangt, lag die Temperatur bei erlösenden 18° C - HEUREKA, welch ein Glück!

Wenn es auch noch einige Zeit dauerte, bis wir endlich an Bord waren, so klappte diesmal das Verzurren der "Schwarzbunte Q" an einem günstigeren Halteplatz wie am Schnürchen. Ruck-zuck, fertig, Dusche... alles gut!

Und als die Fähre pünktlich den Hafen verließ, entspannte sich der ein oder andere romantisch bzw. auf Bacchus Art   :-))

 

30.06.2018  -  Amsterdam, der Abschied

Der Schlusspunkt in Amsterdam, jetzt wieder bei sommer-lich hohen Temperaturen, verlief - wie bei so zufällig zusam-mengewürfelten Gruppen nicht anders zu erwarten - unspektakulär und kurz. Wohl jeder hatte in irgendeiner Art und Weise nun die Heimreise vor Augen. Für uns "STOC Nord"´ler bedeutete dies ca. 550 km Autobahn bolzen. Also rasch Adieu gesagt und los! Trotzdem gehörten wir zu den Letzten, die vom Platz rollten.

 

 

 

Epilog

 

 

Ca. 2.000 km durch Schottland liegen hinter uns. Gut fünf Wochen sind seitdem vergan-gen und ich habe immer wieder aus ca. 2.500 Bilddateien ausgesiebt, komprimiert und sinniert, um diesen Bericht zu schreiben.

 

Was also bleibt?

 

Ich bin froh, dass Menschen wie Nicole & Thomas zu unserem Freundeskreis gehören! Mit wem sonst würde man beruhigt 12 Tage auf Tuchfühlung verbringen, ohne die Furcht, dass es kriselt, wenn es mal menschelt? Einen dicken, dicken Dank Euch Beiden!

 

Es war ein Glücksgriff, dass Thomas das Reiseunternehmen NSK ausgewählt hatte. Die Reise führte durch landschaftlich Beeindruckendes, war mit interessanten Haltepunkten versehen und mit schönen Auflockerungen gespickt. Die Hotelauswahl und dort auch die Speisequalität war prima. Und zumindest unsere Reisegruppe hatte mit Peter K. einen Tourguide, wie man ihn sich sympathischer und ausgleichender nicht wünschen kann.

 

So eine zufällig zusammengewürfelte Reisegruppe ist wahrscheinlich immer "inhomo-gen". Fahrerisch und menschlich. Umso schöner empfinde ich es, dass unser Mitreisender Klaus K. die ganze Reisegruppe zu einem "Revival" nach Brandenburg eingeladen hat. Vielen Dank, mein Lieber - ich werde alles daran setzen, dass ich dabei sein kann... und was sollte einen Pensionär schon hindern?

 

Möchte ich noch einmal nach Schottland?

 

NEIN!! Ganz sicher haben wir keine 10% dieses tollen Landes erkundet und es gibt noch viel Schönes zu sehen und zu erleben. Aber wer wie wir bei Kaiserwetter ohne einen Tropfen Regen, ohne Nebel und Starkwind durch Schottland getourt ist, muss verrückt sein, den Wettergott noch einmal herauszufordern.

 

Aber mit Nicole & Thomas losziehen? Mit dem größten Vergnügen! Das mit NSK realisieren? Gerne! Vielleicht auf einer Tour durch die französischen Seealpen? Wenn ich ja nicht so eine Serpentinenschwuchtel wäre...  ;-))

 

Wir werden sehen!

 

Herzlichst

Euer

Achim

Sehr geschätzte Besucher,

 

aus juristischen Bedenken und wegen der Spam-Gefahr ver- zichtet diese Page bewusst auf ein Gästebuch.

Kritik, Anregung, Lob und Tadel sowie Anfragen, nehmen wir jedoch gerne auf.

Bitte nutzen Sie das Kontakt-Formular.

 

Ihr "STOC Nord & Freunde"

Kontaktformular
Kontaktformular

RollOut:

Dez. 2011