"Loud pipes save lives" oder "Mehr Trööööt"

 

 

Dass die an der ST1300/ST1100 OEM (also serienmäßig) verbauten Hupen sowohl vom Klang als auch von der Lautstärke her nur den Titel "jämmerlich und unangemessen" verdienen, ist nun wirklich kein Geheimnis.

Wenn ich mich noch richtig erinnere kam der Kollege "stxWerner #829" aus dem Pan- European-Forum auf die Idee der Stebel-Hörner vom Typ "Nautilus" bzw. "Truckhorn". Diese Hörner arbeiten nicht elektromagnetisch sondern mittels eines blitzschnell reagie-renden, integrierten Kompressors. Auch für mich die erste Wahl.

 

Allerdings gibt es auch zahlreiche kräftige, meist Doppelhorn-Hupen, die den Stebel-Hörnern nicht oder nur wenig nachstehen.

 

Montagetechnisch bieten die Doppelhorn-Hupen den nicht zu unterschätzenden Vorteil, dass sie in der Baugröße kleiner als die Stebel und auch leichter sind. Gerade in der ST1100 (und falls Lautsprecher verbaut sind auch in der ST1300) ist der Bauplatz etwas knapp und erfordert ggf. schon den etwas geübteren Bastler.

 

Apropos Platz: Einige Kollegen haben - wegen Bedenken bei der TÜV-Prüfung - die OEM-Hupe an ihrem Platz belassen und sie mittels Umschalter wechselweise mit den verbesserten Hörnern betriebsfähig gehalten. Diese Bedenken sind unnötig, sofern man eine Hupe wählt, die eine E-Kennzeichnung trägt. Alle Stebel-Hörner erfüllen diese Voraussetzung. Wird also die OEM-Tröte ausgebaut, schafft dies einiges an Platz für die neue Hupe und auch der elektrische Anschluss gestaltet sich um einiges einfacher.

Bevor wir mit dem Kauf eines Hornes loslegen, sollte der Blick auf die notwendigen Tätigkeiten fallen.

Schaltschema
Schaltschema

 

 

 

 

Der Bastler muss einerseits befähigt sein, die Seiten-verkleidung der Pan zu strippen und andererseits, den elektrischen Anschluss nach nebenstehendem Schaubild vorzunehmen.

Was wir benötigen / Wie wir vorgehen:

  • Seitenverkleidung abnehmen. Bei der ST1300 sollte die rechte Seite genügen. Bei der ST1100 kann es bei Doppelhörnern - je nach Baugröße - sinnvoll sein, beide Seiten abzunehmen und die Hörner links und rechts des Kühlers zu verteilen.
  • Zunächst bauen wir die OEM-Hupe aus und montieren an geeigneter Stelle (Einbaubeispiel für das Stebel Truckhorn an der ST1300 weiter unten) unsere neue Hupe(n).
  • Wegen der gegenüber der OEM-Tröte deutlich höheren Stromaufnahme, benötigen wir auch ein einfaches "Arbeitsrelais" (4 Anschlüsse genügen). Ohne Arbeitsrelais würde unser Hupentaster an der Lenkerarmatur abrauchen.
  • Die vorhanden Hupenkabel werden auf unser Relais umgesteckt. +Kabel auf Klemme 85, das Massekabel auf Klemme 86 (Die Klemmenbezeichnungen sind am Relais aufgedruckt). Sollte unklar sein, welches das +Kabel ist, so lässt sich dies mit einer simplen Prüflampe bei Druck auf den Hupentaster (Achtung: Zündung einschalten) ermitteln.
  • Die neuen (zusätzlichen) Kabel, im Format 2,5 qmm, möglichst in "rot" für die Verbindung +Pol Batterie über Relais bis Hupe und "schwarz" für die Verbindung Hupe auf Masse.
  • Jetzt suchen wir einen geeigneten Massepunkt für unser schwarzes Massekabel an der -Klemme der Hupe. Befindet sich ein serienmäßiger Massepunkt mit freiem Stecker in Sichtweite, dann geht es dorthin. Ansonsten schließen wir dieses Kabel an einer Schraubverbindung zum Rahmen an.
  • Als letztes kommt unsere Stromzuführung, ebenfalls 2,5 qmm. Am Pluspol der Batterie geht es los.
  • Möglichst dicht dahinter eine "fliegende Sicherung" mit 20 A-Einsatz und dann weiter auf Klemme 87 am Relais.
  • Das letzte Kabelstück verbindet Klemme 87 mit dem Horn.
  • Zum Schluss das Relais an geeigneter Stelle z. B. mittels Kabelbindern befestigen. Die Anschlusskontakte nach unten montieren. Manche preiswerten Relais arbeiten "über Kopf" unzuverlässig und es kann sich Kondens- oder Spritzwasser auf der Bodenplatte des Relais ansammeln und später zu Kontaktproblemen führen.

Nun noch die Seitenverkleidungen wieder anbringen und - FERTIG -

 

 

Hier noch das Einbaubeispiel Stebel Truckhorn an ST1300:

Einbaubeispiel an ST1300
Einbaubeispiel an ST1300
  • Die untere Lasche des Spiegels aufbohren auf 8 mm
  • Auch das Gegenstück mit dem Gewinde auf 8 mm aufbohren. Dabei geht das Gewinde dort verloren.
  • Dann eine Schraube M8x30 mit in den "Kopf" der Stebel einlegen. Das passt so, dass nicht mit einem Schrauben-schlüssel zum Festziehen gegengehalten werden muss.
  • Selbstsichernde Mutter von außen aufsetzen und festziehen.
  • Sitz bombenfest, schrappt nicht von innen an der Karosserie und ist absolut wackelfrei.
  • Achtung: funktioniert so nur, wenn keine Lautsprecher verbaut sind!

Aufwand:

 

Arbeitszeit ca. 5 Std

 Kosten ca. 60 €

 

 

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Dez. 2011