"Lenkererhöhung" oder "Jetzt sitze ich perfekt"

 

 

Im Zusammenhang mit einer Lenkererhöhung bin ich schon öfter mit drei Fragestellungen konfrontriert worden, die ich hier beantworten möchte:

 

 

 1. Frage: "Du hast doch ´ne Lenkererhöhung, bringt das was?"

 

 Die Antwort, wie so oft: "Klares JEIN!"

 

Ich selbst bin mit meinen 185 cm Körperlänge mit eher kurzen Beinen und langem Oberkörper gesegnet. Folge: Ich sitze mit "viel Gewicht" auf den Handgelenken am Lenker. Dieser Druck auf Handballen/Handgelenken kann durch eine Lenkererhöhung spürbar reduziert werden und so lange Etappen oder Bergabfahrten entspannter machen. Und dann lohnt sich die überschaubare Investition von ca. 150 - 180 € allemal.

 

Die Feststellung mancher Kollegen "Nimm ´ne Lenkererhöhung und Du hast ´n völlig neues Fahrgefühl!" kann ich so nicht bestätigen. Für mich gilt: Mit und ohne Lenkererhöhung fühle ich mich auf der ST1300 gleichermaßen sicher und pudelwohl... ohne Lenkererhöhung nur nicht so lange an einem Stück.

 

 

2. Frage: "Worauf muss ich beim Kauf einer Lenkererhöhung achten?"

 

a) Wie hoch und wie weit nach hinten?

Grundsätzlich vertrete ich die Auffassung, dass nur eine Lenkererhöhung in Betracht kommt, bei der die vorhandenen Kabel und Schläuche zu den Lenkerarmaturen ohne Änderungen beibehalten werden können. Damit bewegen wir uns im Bereich von ca.!! 2 cm hoch und bis 2 cm nach hinten.

Nach meiner persönlichen Erfahrung ist dies auch völlig ausreichend und sinnig. Jeder cm mehr wird zu "chopperartigem" Sitzen mit den ggf. zu berücksichtigenden Wirkungen in der Lendenwirbelsäule führen.

Auch ist der Aufwand, dann die Leitungen anzupassen, wirklich nicht unerheblich!

 

b) Blick auf das Zulassungsrecht

Da wir einen Eingriff in die Lenkeinrichtung vornehmen, ist rechtlich zu beachten:

In erster Linie sollte nach einem Anbieter geforscht werden, dessen Lenkererhöhung eine ABE (allgemeine Betriebserlaubnis) besitzt. Dann heißt es: Einbauen, ABE mitführen und gut.

Hat die Lenkererhöhung ein Teilegutachten, ist eine TÜV-Begutachtung durchzuführen (in den neuen Bundesländern: DEKRA) und ein Eintrag in die Fahrzeugpapiere erforderlich. Das ist mit etwas Zeitaufwand und ca. 80 € Einsatz verbunden.

Leider sind mir (das ist aber sicher nicht umfassend) weder Lieferanten mit ABE noch mit Teilegutachten bekannt.

Fehlt beides, wird die Suche nach einem Prüfingenieur, der die Begutachtung vornimmt, recht speziell. Hier hilft am ehesten das Forschen in Motorradforen oder "Augen zu und durch", denn das Mopped fährt mit und ohne Gutachten gleich gut... (das war jetzt kein Tipp sondern eine Feststellung!)

 

 

 3. Frage: "Wieviel Einbauaufwand entsteht und kann ich das alleine?"

 

 Antwort: "Ja! Kann jeder mit ein wenig Geduld und handwerklichem Geschick!"

 

Ich habe beim ersten Einbau ca. 5 Stunden benötigt (inclusive kleiner Anpassungs-arbeiten an zu knapp geratenen Bohrlöchern). Inzwischen steckt meine Lenkererhöhung in der dritten ST1300 und die Aktion "Einbau" war in knapp einer Stunde ausgestanden.

 

Unser Biker-Kollege "Andi#87"  (= Andreas K.) aus den Honda-PanEuropean-Forum, hat eine tolle Einbauanleitung erarbeitet, deren Nutzung er uns gestattet hat und die am Ende dieses Artikels auch in guter Qualität zum download zur Verfügung steht. Auch die Bilder stammen von ihm. Die von mir verbaute Lenkererhöhung hat Kollege "stxWerner #829" (= Werner L.) beigesteuert.

So sieht das Teil aus, dass wir jetzt einbauen wollen.

 

 

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Dez. 2011