Ostmann AB 27 P

 

 

Redaktionsstand: 09.08.2016

 

Mit diesem Beitrag stellt uns unser Kamerad Aloys H. seinen sehr attraktiven Anhänger vor. Er schreibt:

 

(Alle Fotos von Aloys H.)

 

Seit langer Zeit habe ich schon Motorradtransportanhänger besessen und sie auch regelmäßig benutzt. Nach dem Umstieg auf eine Honda Pan-European ST 1300 hatte ich immer öfter Bedenken, dieses nicht ganz leichte Motorrad auf den damals üblichen recht hohen Anhänger zu laden. Eine helfende Hand war mir immer lieb, aber eben nicht immer da. Daher reduzierte sich die Benutzung des Anhängers, so dass ich ihn endgültig an einen jungen dynamischen Crossfahrer verkauft habe, ohne dass ein neuer Anhänger in Aussicht war.

 

Eine Reise mit dem Wohnmobil nach Rügen brachte die Wende. Dort sahen wir einen flachen Anhänger hinter einem Wohnmobil, auf dem ein Smart transportiert wurde. Es folgte ein intensives Gespräch mit dem Stellplatznachbarn und danach die ebenso intensive Suche nach einem solchen Anhänger. Er musste - und dies ausschließlich - für den Transport eines Smart II oder von bis zu zwei Motorrädern geeignet sein.

Ostmann AB 27 P
Ostmann AB 27 P

Wir fanden den Anhänger bei der Fa. Ostmann – Fahrzeugbau in Ostercappeln, er wird dort unter der Bezeichnung „Smart – Anhänger“ gehandelt.

Dort hatte man zufällig einen jungen gebrauchten Smart – Anhänger im Auftrag eines Kunden zu verkaufen, so dass wir uns recht schnell entschieden haben. Ich wollte keine Bordwände, da ich mit Bordwänden bei einem geliehenen Anhänger schlechte Erfahrungen – Prellungen am Rücken – gemacht hatte. Auch haben wir auf Plane und Spriegel bewusst verzichtet.

Technische Daten:

  • Gesamtlänge: 4.050 mm
  • Gesamtbreite: 2.220 mm
  • Plattform: Siebdruckplatte, 2.700 x 1.600 mm
  • Leergewicht: 380 kg
  • zul. Gesamtgewicht: 1.275 kg, (reduziert durch Sonderfelgen, sonst 1.400 kg)
  • Nutzlast: 895 kg
  • der Anhänger ist gebremst und mit Reserverad ausgestattet
  • Luftfederung
  • Bordbatterie, Ladegerät, Kompressor
  • 100´er-Zulassung ist selbstverständlich
gut zu erkennen: flache Plattform-Neigung und zusätzlicher Halt der Vorderradwippe mittels Querstange
gut zu erkennen: flache Plattform-Neigung und zusätzlicher Halt der Vorderradwippe mittels Querstange

Dieser Anhänger hat keine Bordwände oder Aufbauten. Er hat eine Luftfederung und ist am Heck bis auf den Boden absenkbar. An der Rückseite befinden sich die drei Teile der kurzen Auffahrrampe, das mittlere Teil kann ohne großen Aufwand entfernt werden. Auf der Plattform und dem Seitenwulst befinden sich reichlich Befestigungspunkte. Nach dem Be- oder Entladen wird die Plattform durch den ebenfalls bordeigenen Kompressor wieder in Fahrhöhe gebracht. Die Bedienelemente befinden sich in einem kleinen Kasten am vorderen Teil der Plattform.

Zurrung = sichere Sache!
Zurrung = sichere Sache!

Nach dem Absenken und Aufstellen der Vorderradwippe schiebe oder fahre ich das Motorrad die kleine Schräge der Plattform hoch, bis sich das Vorderrad fest in die Wippe geklemmt hat, dann wird die Wippe mittels eines seitlich angebrachten Hakens arretiert. Das Motorrad steht gerade, gehalten durch die Wippe, und ich kann ohne helfende Hand in aller Ruhe und mit Sorgfalt mit dem Verzurren beginnen und gleichzeitig den Kompressor zum Hochfahren der Plattform starten. Die Vorderradwippe steht durch die Verzurrung des Motorrads sicher und kann seitlich nicht verrutschen.

2 Motorräder = kein Problem
2 Motorräder = kein Problem

Beim Beladen des Anhängers mit zwei Motorrädern entstehen auch keine Probleme. Die Motorräder haben ausreichend Platz auf der Ladefläche. Die äußeren Lenkerenden stehen ein wenig über den Rand der Plattform, nicht jedoch über den Radschutz hinaus. Zwischen den Maschinen ist genügend Platz. Die Plattform, sowie die Zurrpunkte sind weiterhin von allen Seiten sehr gut und ohne artistische Einlagen zugänglich.

Beim Ziehen des Anhängers, beladen mit einem Motorrad von 230 Kg, erhöht sich der Verbrauch bei unserem PKW (3000 ccm, 180 PS, Diesel) und Einhaltung der 100 Km/h um knapp 2 ltr.

 

Durch die Luftfederung gibt es kein Springen oder Hüpfen des Anhängers, auch nicht bei schlechtem Straßenbelag.

Eine Besonderheit ist die Ausstattung des Anhängers mit einer eigenen Bordbatterie, die der Hersteller "Pufferbatterie" nennt. Sie dient der Versorgung des Kompressors für die Hubmechanik und Luftfederung mit Strom. Dazu muss zugfahrzeugseitig zwischen der Lichtmaschine und der Batterie ein Arbeitsrelais verbaut werden, über das die Plusleitung zur Anhängersteckdose versorgt wird. Auch darf der Kompressor der Luftfederung nicht gestartet werden, wenn der Motor der Zugmaschine läuft. Die dünnen Kabel in der Anhängersteckdose würden die hohe Stromaufnahme des Kompressors nicht vertragen.

 

Auch wenn wir uns hier auf einer Homepage für Motorrad-fahrer befinden, will ich Euch trotzdem die Eignung dieses Anhängers auch für den Transport kleiner Automobile zeigen. Eine Möglichkeit, die wir besonders während unserer Wohnmobilreisen sehr schätzen.

Mein Fazit:

Bei jeder Benutzung des Anhängers stelle ich erneut mit Zufriedenheit fest, dass es eine vernünftige Entscheidung war, diesen Anhänger zu einem Preis von ca. 4.000 € angeschafft zu haben. Diese komplikationslose Be- und Entladung, sowie das Ziehen des Fahrzeuges durch die Luftfederung ist einfach fantastisch.

 

Für weitergehende Fragen habe ich immer ein offenes Ohr.

 

Euer

Aloys

 

 

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